"Letzter Großangriff"? HSV erhöht Spieleretat um vier Millionen Euro

Der Hamburger SV spielte die beste Zweitliga-Saison seiner Vereinsgeschichte. Trotzdem müssen die Verantwortlichen um Sportvorstand Jonas Boldt nun eine weitere Spielzeit im Unterhaus planen. Die Vorbereitungen für einen "letzten Großangriff" auf den Aufstieg laufen - inklusive einer Etaterhöhung um vier Millionen Euro.

Boldt führt Kontinuität als Pluspunkt an

Die Wunschliste des Hamburger SV ist für die kommende Saison lang. Nach "Bild"-Informationen sollen sich die Elbestädter um zwei Innenverteidiger, einen Sechser und zwei Außenbahnspieler - defensiv, wie offensiv - bemühen. Sollten dann auch noch Robert Glatzel und Ludovit Reis den Verein für die jeweiligen Ausstiegsklauseln in Höhe von 1,5 Millionen Euro und 7,5 Millionen Euro verlassen, braucht der HSV auch auf diesen Positionen wiederum Ersatz. Sportvorstand Jonas Boldt und Cheftrainer Tim Walter werden die erneute Chance bekommen, um diese Aufgaben zu bewältigen.

Laut "Hamburger Morgenpost" könnte der HSV-Aufsichtsrat zumindest Boldt absetzen, da in dessen Vertrag eine Nicht-Aufstiegsklausel enthalten sein soll. Dazu wird es dem Vernehmen nach aber nicht kommen, trotzdem muss der Sportvorstand seine Position mit sportlichen Argumenten stärken. Dass der HSV in puncto Kontinuität gerade auf einem richtig guten Weg ist - inklusive der besten Zweitliga-Saison der Vereinsgeschichte -, zählt als Vorteil. Jetzt zählt Boldt auch auf die Spieler: "Wir brauchen ein Commitment von allen. Jeder muss es für sich bewerten, insbesondere die Jungs, die eine Möglichkeiten haben, sich zu verändern. Sie wissen, was sie an Hamburg und an uns haben."

Etaterhöhung um vier Millionen

Um den Kader weiter zu verstärken, wird der Lizenzspieleretat laut "Sport Bild" erhöht. Demnach steigt die Summe von 22 Millionen auf bis 26 Millionen Euro, um einen "letzten Großangriff" auf den Aufstieg zu starten. Möglich ist das, weil der HSV in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet habe. Dadurch sollten Transfers gelingen, die insbesondere der wackeligen Abwehr eine größere Stabilität verleihen - und auch Transfereinnahmen, sollte es dazu kommen, dürfte Boldt direkt in den Kader re-investieren. Erste Namen wie Sven Köhler (VfL Osnabrück) oder Chima Okoroji (SV Sandhausen) sollen sich in der Gerüchteküche als haltlos erwiesen haben.

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