• Facebook
  • Twitter

Lieberknecht lobt Mannschaft vor Pokal-Duell: "Höchsten Respekt"

IMAGO / Jan Huebner

Nach dem durch die Corona-Quarantäne stark beeinflussten schwachen Saisonstart in der Liga steht für den SV Darmstadt am Freitag (20.45 Uhr) das Pokal-Spiel beim Drittligisten TSV 1860 München an. Dabei darf Trainer Torsten Lieberknecht wieder auf mehr Spieler zurückgreifen.

Vier Spieler weiterhin in Quarantäne

Weiterhin in Quarantäne sind die zuletzt positiv auf das Corona-Virus getesteten Mathias Honsak, Erich Berko, Tim Skarke und Tobias Kempe. Mit Luca Pfeiffer, Nemanja Celic, Ensar Arslan und Marcel Schuhen durften vier Profis die Isolation verlassen und auch mit der Mannschaft trainieren. Außerhalb des Platzes dürfen sie jedoch keinen Kontakt zu ihren Kollegen haben. "Frank Ronstadt, Patric Pfeiffer und Braydon Manu kommen am morgigen Donnerstag aus der Quarantäne – also einen Tag vor dem Spiel. Ob sie am Freitag schon eine Option für unseren Kader sind, müssen wir gemeinsam mit den Spielern und der medizinischen Abteilung abwägen", erklärte Lieberknecht am Mittwoch auf der Pressekonferenz. Doch letztlich sei es egal, wer gegen die Münchener auf dem Platz stehe: "Jeder Spieler hat unser vollstes Vertrauen."

Personell arg gebeutelt mussten die Lilien ihre ersten beiden Ligaspiele angehen, verloren gegen den SSV Jahn Regensburg (0:2) und beim Karlsruher SC (0:3). Nun warte mit den Löwen ein Gegner, der im Sommer nur wenige Änderungen im Kader hatte. "Sie sind eine eingespielte Mannschaft, die einen guten Mix aus Erfahrung und jungen Spielern hat", so Lieberknecht. Der Gegner versuche, sich taktisch "immer wieder etwas Neues einfallen zu lassen. Sie sind eine Drittliga-Mannschaft, die sich aus meiner Sicht das realistische Ziel gesetzt hat, in die 2. Liga aufzusteigen". Deshalb sei das Team aus dem Münchener Stadtteil Gießing ein "Erstrundenlos, von dem du weißt, dass es eine große Herausforderung wird. Es ist ein Los mit besonderem Reiz. Fakt ist: Wir wollen eine Runde weiterkommen".

"Aus dem Zusammenhalt ziehen wir sehr viel Energie"

Auf dem Papier ist der SVD zwar der Favorit, doch darf sich der Herausforderer aus dem Süden große Chancen ausrechnen, dennoch weiterzukommen. "Wir haben null Punkte und einen sehr bescheidenen Auftakt in die Saison erlebt – auch aufgrund unserer Situation, in der wir uns gerade befinden", weiß der Darmstadt-Coach um die Ausgangslage. "Trotzdem habe ich den höchsten Respekt vor den Jungs, wie sie junge Spieler mitreißen und sich gegenseitig vertrauen. Wir merken aber auch, dass sich jeder unserer Situation bewusst ist – sei es die Mannschaft, der Verein oder die Fans. Und wirklich jeder kämpft dagegen an. Aus diesem Zusammenhalt ziehen wir sehr viel Energie."