Lieberknecht schwärmt: Quartett vor Rückkehr und Hauptribüne fertig

An der Tabellenspitze hat sich der SV Darmstadt 98 wieder etwas abgesetzt. Nun sind die Lilien im Heimspiel gegen den SC Paderborn (Sonntag, 13:30 Uhr) gefordert. Vor der fertiggestellten Haupttribüne erwartet Cheftrainer Torsten Lieberknecht ein Spiel, in dem die Darmstädter offensiv herausgefordert werden.

"Eine anspruchsvolle Aufgabe"

Drei Tore fielen im Hinspiel nach gerade einmal 24 Spielminuten - und danach stand das 2:1-Endergebnis für die Lilien quasi schon fest. Nach anfänglicher Drangphase beider Teams gewann Darmstadt später im Taktieren. "Ich erinnere mich gut noch ans Hinspiel", stellte der SVD-Coach auf der Pressekonferenz vor dem Rückspiel fest. "Paderborn war in der Hinserie einer der stärksten Gegner. Da waren wir extrem damit beschäftigt, Zugriff zu finden." Auch im Böllenfalltor rechnete der 49-Jährige vor dem Wiedersehen mit einer weiteren Herausforderung für seine Mannschaft.

"Der SCP erspielt sich die meisten Großchancen der Liga. Der SC Paderborn ist daher eine anspruchsvolle Aufgabe. Umgekehrt wollen wir diese aber für die Paderborner sein", gab Lieberknecht vor. "Wir haben heute besprochen, wie der SCP offensiv agiert und wie wir dagegen defensiv agieren wollen – morgen schauen wir es uns dann umgekehrt an." Anschauen wird sich der SVD-Coach dann nicht mehr unbedingt die neue Haupttribüne, an der die Arbeiten fertiggestellt wurde. Gemeinsam mit der Mannschaft hatte er die Räumlichkeiten bereits im Rahmen eines Testspiels besucht. "Für uns alle ist es ein unglaubliches Glücksgefühl, durch die neuen Bereiche zu gehen. Genauso geht es mir persönlich auch. Jeder, der hier arbeitet, findet etwas vor, was außergewöhnlich geworden ist", so Lieberknecht. "Es fühlt sich wie eine Sensation an."

Holland muss wegen Gelbsperre pausieren

Einer weiteren Sensation gleicht es, dass der verletzungsgeplagte SVD gleich vier Rückkehrer im Training verbuchen konnte. So Yassin Ben Balla, Tobias Kempe, Mathias Honsak und Patric Pfeiffer konnten gemeinsam die Einheit mit der Mannschaft bestreiten - wenngleich der Cheftrainer festhielt, dass damit keine Einsatzgarantien ausgesprochen seien. Generell galt für den Coach erst einmal Zurückhaltung: "Die Jungs sind alt genug, mir dann morgen eine faire Rückmeldung zu geben, wie sie ihren Zustand einschätzen." Möglich ist eine Rückkehr auf den Rasen dann immer noch.

Fabian Holland (Gelbsperre) muss dagegen pausieren, er ist der einzige gewisse Ausfall neben Frank Ronstadt (Adduktorensehnenriss). Ein voller Trainingsplatz sorgt bei Lieberknecht, aber auch bei der Mannschaft im Allgemeinen, für Vorfreude. "Wenn sie da sind, schürt es den Konkurrenzkampf", erklärte der Cheftrainer bezüglich der Rückkehrer. "Man hat gemerkt, dass damit Konkurrenz zurückgekommen ist. Das schärft jeden einzelnen Spieler, weiter in der Spur zu bleiben." Und das könnte zugleich die Qualität mit sich bringen, die der SVD im Endspurt der Saison brauchen kann. Nach drei Spielen ohne Sieg hatte sich die Mannschaft zuletzt mit zwei Siegen ohne Gegentor zurückgemeldet - sodass die Lilien mit neuer Haupttribüne in bester Ausgangslage bleiben.

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