1. FC Magdeburg vor Zweitliga-Rückkehr - Dreikampf um Platz 2
Drei Jahre nach ihrer ersten Stippvisite in der 2. Bundesliga steht der 1. FC Magdeburg kurz vor der Rückkehr in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Den Blau-Weißen, bei denen nach dem jüngsten 5:4-Erfolg über den SC Verl erstmals öffentlich über den Aufstieg geredet wird, fehlt lediglich noch ein Sieg, der schon am Sonntag daheim gegen den FSV Zwickau geholt werden soll.
Magdeburg will am Sonntag den Aufstieg perfekt machen
Im vergangenen Frühjahr hätten damit wahrscheinlich nur die wenigstens gerechnet: Es ist fast auf den Tag genau ein Jahr her, da mühte sich der 1. FC Magdeburg in Unterzahl zu einem torlosen Unentschieden gegen den FSV Zwickau und sammelte dadurch einen weiteren, dringend benötigten Punkt für den Klassenerhalt in der 3. Liga. Nun steht am Sonntag erneut das Derby mit den Schwänen auf dem Programm, dieses mal ist die Ausgangslage für den 1. FCM aber eine ganz andere. Mit einem Sieg können die Magdeburger nach drei Jahren Abstinenz nämlich die Rückkehr in die 2. Bundesliga perfekt machen und damit vorzeitig eine beinahe durchweg glänzende Saison krönen.
"Am Sonntag wollen wir es klarmachen", gab Magdeburgs Topscorer Baris Atik (18 Tore und 18 Vorlagen sind Drittliga-Rekord) nach dem jüngsten 5:4-Erfolg über den SC Verl bekannt und sprach damit erstmals öffentlich vom Aufstieg. "Egal was es kostet, wir werden Vollgas geben, damit wir unsere Saison und unsere Fans belohnen. Das wird unser Ziel sein." Der Europapokalsieger von 1974 führt die Drittligatabelle souverän mit 69 Punkten an und hat bei einem Vorsprung von acht Punkten auf Rang drei sogar noch ein Spiel weniger absolviert. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, sollte der Aufstieg noch misslingen.
Kaiserslautern, Braunschweig und Osnabrück belauern sich
Apropos Teufel: Eine so gute Ausgangslage wünschte sich sicherlich auch der zweitplatzierte 1. FC Kaiserslautern, der zwar schon seit Wochen auf einer Euphoriewelle schwimmt und am Wochenende vor 47.000 Zuschauern das Derby gegen den 1. FC Saarbrücken gewann (3:1), im Tableau aber lediglich zwei Punkte vor Eintracht Braunschweig und dem Relegationsrang steht. Die Mannschaft vom Betzenberg trifft bereits am Freitag auswärts auf den SV Wehen Wiesbaden und sollte in den nächsten drei Partien fleißig Punkte sammeln, da der FCK am letzten Spieltag selbst gar nicht mehr im Einsatz ist und den Aufstiegskampf zu Hause von der Couch aus beobachten muss. Die Braunschweiger, die jetzt erst einmal spielfrei haben und danach den 1. FC Magdeburg daheim begrüßen, treffen dort dann auf Viktoria Köln.
Hoffnungen auf den Aufstieg und damit eine direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga kann sich ansonsten auch noch der VfL Osnabrück machen. Zwar liegen die Niedersachsen derzeit sieben Punkte hinter dem Relegationsplatz, haben aber auch noch zwei Spiele weniger absolviert. Das Restprogramm der Lila-Weißen ist allerdings unberechenbar. So wartet auf den VfL am vorletzten Spieltag noch ein Auswärtsspiel beim bereits abgestiegenen TSV Havelse, der besonders motiviert sein dürfte, sich vernünftig vor heimischem Publikum aus der Liga zu verabschieden. Abschließend geht es dann zudem noch gegen den 1. FC Magdeburg. Wie sich die Blau-Weißen dann allerdings schlagen, wenn sie vermutlich bereits aufgestiegen sind, bleibt abzuwarten.