"Mannschaft brennt": FCK trifft vor ausverkauftem Haus auf den HSV
Sieben Spieltage vor dem Ende der laufenden Spielzeit freut sich der 1. FC Kaiserslautern auf ein echtes Highlight und erwartet am Samstagabend vor ausverkauftem Haus den Hamburger SV. Trotz zuletzt absteigender Form blickt FCK-Trainer Dirk Schuster "voller Vorfreude" auf die Begegnung und verspricht dem Kontrahenten "einen ganz heißen Tanz."
"Die Mannschaft brennt, die Mannschaft ist heiß"
Lediglich zwei Punkte konnte der 1. FC Kaiserslautern aus seinen letzten fünf Begegnungen holen und dennoch fiebert eine ganze Region dem kommenden Samstag entgegen. Dann nämlich kommt der Hamburger SV ins seit Wochen ausverkaufte Fritz-Walter-Stadion, wo er auf einen hoch motivierten Gegner treffen wird. "Die Mannschaft brennt, die Mannschaft ist heiß“, sagt Dirk Schuster auf der Spieltagspressekonferenz und macht gar keine Anstalten, seine eigene Vorfreude zu verstecken: "Es ist schon etwas Außergewöhnliches, wenn mit dem Hamburger SV ein gefühlter Bundesligist ins Stadion kommt. Und dann auch noch an einem Samstagabend zur Prime-Time."
An ein mögliches Schwächeln der Rothosen in der entscheidenden Phase der Saison - wie es so häufig in den vergangenen Spielzeiten vorkam - will Schuster dabei nicht glauben und verweist stattdessen auf den grandiosen 6:1-Erfolg des HSV gegen Hannover 96 in der Vorwoche. Der 55-Jährige verspricht dem Gegner "einen ganz heißen Tanz", um die eigenen Fans am Ende "zufrieden nach Hause zu schicken." Allerdings weiß Schuster auch, was es dazu braucht: "Wir müssen in jeder Spielsituation einhundertprozentig auf Sendung sein, alles Physische in die Waagschale werfen, sauber verteidigen und mit Mut nach vorne spielen."
Einsatz von Opoku gegen Ex-Club ist noch fraglich
Dazu benötige es fitte Spieler, führt Schuster weiter aus und gibt damit indirekt zu verstehen, dass der gerade erst wiedergenesene Kenny Redondo wohl zunächst mit einem Bankplatz wird vorliebnehmen müssen. Nicolai Rapp (Muskelfaserriss) und Nachwuchsprofi Aaron Basenach (Knieprobleme) werden hingegen ganz fehlen, zudem steht auch noch ein Fragezeichen hinter Aaron Opoku, der nach einem Pferdekuss zuletzt nur individuell trainieren konnte. Für den 24-Jährigen wäre ein Ausfall besonders bitter, spielte er in der Vergangenheit doch auch schon für die Hamburger.
Einen Rückkehrer gibt es aber auch auf der anderen Seite. Bevor Robert Glatzel bei den Rothosen auf sich aufmerksam machte - der 29-Jährige steht derzeit bei 17 Saisontoren - kickte er zwischen 2015 und 2017 für die Zweitvertretung des 1. FCK und dürfte sicherlich besonders motiviert in das Spiel gegen seinen alten Arbeitgeber gehen. Glatzel sei "ein absoluter Ausnahmestürmer in der zweiten Liga", warnt Schuster und verweist auf dessen "extreme Stärken in der Box", auf die er seine Spieler aber bereits vorbereitet habe. So soll am Ende etwas Zählbares aus dem Duell herausspringen, was auch die Fans glücklich machen dürfte. Die haben rund um das Spiel einen Traditionstag ausgerufen und würden sich sicherlich darüber freuen, wenn es die Begegnung auch in der kommenden Saison so noch einmal geben sollte.