"Massiv stolz": Darmstadt baut Mega-Serie aus und bleibt Erster

Der Wahnsinns-Lauf des SV Darmstadt 98 geht immer weiter: Seit 14 Ligaspielen sind die Hessen nun ungeschlagen, festigten mit dem 1:0-Erfolg im Topspiel gegen Hannover 96 die Tabellenführung. Am Ende des Tages zahlte sich die Geduld der Lilien gegen einen dezimierten Gegner aus.

Hannover verpasst die Führung

Am ersten Spieltag kassierte der SVD eine 0:2-Pleite in Regensburg. Es war bis dato die letzten in dieser Saison für das Team von Trainer Torsten Lieberknecht. Seitdem holte die Mannschaft 32 Punkte aus 14 Spielen - eine mega Quote. Auch der Fünfte aus Hannover konnte den Erfolgslauf der Lilien nicht stoppen und musste sich geschlagen geben.

"Wir wussten, dass heute ein Brocken auf uns zukommt. Wir waren von Beginn an gut im Spiel", lobte Jannik Müller den Auftritt der Mannschaft. "Wir haben es geschafft, das Aufbauspiel der Hannoveraner nicht zuzulassen. Gerade im Zentrum haben wir sehr aufmerksam das Feld verteidigt – bis auf eine Unachtsamkeit bei der Chance von Havard Nielsen", so Lieberknecht. Denn nach 19 Minuten scheiterte der 96-Angreifer aus Nahdistanz an Darmstadts Keeper Marcel Schuhen und vergab so die Gästeführung.

Mehlem mit Wucht und Präzision

Auf der Gegenseite vereitelte Phil Neumann mit einem Handspiel eine Großchance der Hausherren im Strafraum. Nach Sichtung der TV-Bilder kassierte der Abwehrspieler die rote Karte. Den fälligen Elfmeter parierte Ron-Robert Zieler jedoch und hielt seine nun dezimierte Mannschaft so im Spiel (30.). "Wenn du dann einen Elfmeter verschießt, musst du das erstmal verarbeiten. Und die Mannschaft hat es gut verarbeitet", lobte der Coach.

"Gegen zehn Mann ist es nie einfach zu spielen, es gibt genug Beispiele dafür, dass Teams in Überzahl sogar noch verloren haben. Deswegen bin ich froh, dass wir den Job erledigt haben", sagte Müller. Denn nach 63 Minuten erzielte Marvin Mehlem mit einem Sensationsschuss das entscheidende Tor der Partie. Ein geblockter Ball landete beim Mittelfeldspieler, der diesen aus rund 22 Metern volley nahm, perfekt traf und in die Maschen knallte. "Der Ball wurde abgewehrt, Braydon wollte auch zum Ball, da habe ich geschrien, dass er ihn durchlassen soll. Und dann treffe ich ihn ganz gut. 1:0", so der Torschütze zur Entstehung der Führung.

"Solche Siege sind doch oftmals die schönsten"

"Im Anschluss haben wir es verpasst, den Deckel draufzumachen. Was mir nicht gefallen hat, waren in der Schlussphase die vielen Bälle, die wir nach hinten gespielt haben, statt sie nach vorne zu schlagen", fand Lieberknecht ein Haar in der Suppe und Verbesserungs-Potential. "Trotzdem bin ich massiv stolz, dass wir so einen 1:0-Sieg heimbringen konnten. Solche Siege sind doch oftmals die schönsten."

Am Donnerstag geht es für den Tabellenführer mit einem Auswärtsspiel beim 1. FC Magdeburg weiter.

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