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Mehr Effektivität, weniger Nachlaufen: Kellerduell in Rostock

© IMAGO / Hübner

Im Kellerduell mit Kiel konnte sich der F.C. Hansa Rostock ein stückweit befreien. Weiter geht es aber direkt mit dem nächsten Abstiegskrimi, denn jetzt treffen die Ostseestädter im eigenen Stadion auf den SV Sandhausen (Sonntag, 13:30 Uhr). Ausnahmsweise ein wahres Sechs-Punkte-Spiel, denn das könnte bei einem weiteren Sieg von Jens Härtels Elf der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten sein.

21.000 Zuschauer erwartet

Ein Testspiel gab es für die Rostocker in der Länderspielpause nicht, weil zum angedachten Termin kein passender Gegner gefunden wurde. Cheftrainer Jens Härtel löste die Problematik intern – und nun steigt die Vorfreude auf ein Ostseestadion, in dem knapp 21.000 Zuschauer erwartet werden. Zeit für den zweiten Heimsieg, wie der Coach fand. "Man muss ganz klar sagen, dass wir noch nicht effektiv genug waren", machte der 52-Jährige einen Schwachpunkt in den bisherigen Auftritten aus. Außer gegen Darmstadt habe man stets zurückgelegen, was "viel Nachlaufen" für die Akteure auf dem Rasen bedeutete.

Mit frischer Kraft geht es nun gegen den SV Sandhausen, der seinerseits mit neuem Trainer und angestauter Wut im Bauch nach Rostock kommen wird. Härtel beschrieb den SVS als "sehr unangenehm, sehr erfahren", dazu haben sie mit Alois Schwartz nun einen Trainer, der "Liga und Verein kennt". Aber zurückschrecken wird die Kogge deshalb nicht: "Die Möglichkeiten, die sie uns geben, wollen wir eiskalt nutzen".

"Gibt trotzdem nur drei Punkte"

Abgesehen von Lukas Scherff und Maurice Litka stehen Härtel dafür alle Personalien zur Verfügung und konnten "zwei ordentliche Trainingswochen" hinter sich bringen. Auch "ein bisschen Zeit, wo sie mal durchschnaufen konnten", war natürlich dabei. Jetz "fehlen vielleicht noch ein bis zwei Prozent, aber das ist normal. Die brauchen wir dann am Sonntag", zeigte sich Härtel zuversichtlich. Denn der letzte Sieg in Kiel sei für die Kogge "extrem wichtig" gewesen, um ein positives Gefühl mitzunehmen.

Klar ist im Duell zwischen Rostock und Sandhausen, dass die Hanseaten erstmals auf einen Gegner treffen, der in der Tabelle unter ihnen steht. "Das Spiel hat schon etwas mit dem Abstiegskampf zu tun, das brauchen wir auch gar nicht wegzureden. Fakt ist, es gibt trotzdem nur drei Punkte", bezog sich Härtel auf den gängigen Begriff eines "Sechs-Punkte-Spiels". Dieses Mal ist es jedoch fast zutreffend, denn mit einem weiteren Sieg könnte die Kogge bereits sechs Punkte zwischen sich und den Konkurrenten im Tabellenkeller bringen. Auf der anderen Seite weiß auch Härtel: "Es ist nur ein Sieg, der uns voneinander trennt." Aus Rostocker Sicht wäre mehr Abstand durchaus wünschenswert.