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"Mir fehlen die Worte": Osnabrücks Misere spitzt sich zu

© IMAGO / osnapix

Beim 0:1 im Nachholspiel gegen Regensburg hat der VfL Osnabrück am Mittwoch die elfte Heimpleite in Folge hinnehmen müssen. Konsterniert traten die VfL-Profis anschließend vor die Mikrofone, manch einem fehlten gar die Worte. Nicht so Trainer Markus Feldhoff, der "die Qualität" für den Klassenerhalt erkannte.

VfL fremdelt weiter mit der "Bremer Brücke"

"Am Sonntag war es ja so, dass wir alle ein bisschen das Gefühl hatten, dass wir in dem Spiel nicht alles gegeben haben", eröffnete Markus Feldhoff sein Statement auf der Pressekonferenz am Mittwochabend. Zur Erinnerung: Am Sonntag hatte der VfL im Kellerduell mit Braunschweig eine derbe 0:4-Klatsche eingesteckt. "Heute hatte ich das Gefühl zu keinem Zeitpunkt." Ein Schritt nach vorne also für die Mannen von der "Bremer Brücke". Zählbares jedoch sprang am Mittwoch ebenso wenig heraus, am Ende stand eine nicht unverdiente 0:1-Pleite gegen Regensburg auf der Anzeigetafel.

Angebahnt hatte sich diese schon früh. Nachdem die Donaustädter ihren ersten Treffer noch aufgrund einer Abseitsstellung hatten hergeben müssen (14.), klammerte VfL-Verteidiger Gugganig im Strafraum etwas zu lange, sodass Albers den Führungstreffer vom Punkt nachholen durfte (26.). In der Folge mühten sich die Hausherren an einer passenden Antwort ab, lieferten sie allerdings nicht – auch nicht, als der Gegner nach einer roten Karte (Beste, 83.) nur noch zu zehnt spielte. "Woran wir scheitern, ist halt unsere Offensivleistung", gestand Trainer Feldhoff ein. "Wir haben sehr viele gute Ansätze, aber kriegen die Situationen nie so zu Ende gespielt, dass wirklich klare Torchancen dabei rumkommen."

"Ich sehe nach wie vor die Qualität"

Nach Abpfiff stand in Osnabrück abermals das Wundenlecken an. Die Laune dabei? Natürlich im Keller. "Wir haben zwei wichtige Spiele verloren, da brauchen wir nicht drumherum zu reden. Man muss nur auf die Tabelle schauen, um zu sehen, wie es uns geht", erklärte Verteidiger Kevin Wolze der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Tatsächlich spitzt sich die Lage für den VfL zu, der auf Platz 16 nun kein Nachholspiel mehr in der Hinterhand hat. Ein entsprechend trauriges Bild gab auch Kapitän Maurice Trapp ab: "Mir fehlen die Worte, es ist einfach nur bitter. Wir haben die nächste Chance verpasst – mehr kann ich nicht sagen."

An etwas Zuversicht musste sich demnach der Übungsleiter versuchen. Markus Feldhoff: "Ich sehe nach wie vor die Qualität für uns, um den Klassenerhalt schaffen zu können. Wir haben genug Spieler hier, die gut genug sind, um in den Spielen die nötigen Punkte zu holen." Beginnen sollten sie damit bestenfalls schon am Sonntag, wenn die Partie gegen Düsseldorf ansteht. Nur ist diese leider ein Heimspiel.