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Mit dem 18. Elfmeter ins Glück: Fürth landet Pokalsensation!

© imago images / Avanti

Zuerst netzte Marco Meyerhöfer zum zwischenzeitlichen Führungstreffer für die SpVgg Greuther Fürth ein, dann verwandelte der Abwehrspieler in einem spannenden Elfmeterschießen zum Sieg im Zweitrunden-Match gegen Hoffenheim. Der 18. (!) Elfmeter entschied am Dienstagabend das Duell zwischen Erst- und Zweitligist, in dem nicht immer klar war, wer in welcher Spielkasse spielt.

"Nur zwei Tore geschossen"

"Ich glaube nicht, dass wir mindestens ebenbürtig waren", sagte ein selbstbewusster Cheftrainer der SpVgg Greuther Fürth nach dem 7:6-Sieg nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal. Stefan Leitl kickte mit seinem Team die TSG 1899 Hoffenheim aus dem Turnier, welche die Kleeblätter mit ihrer besten Elf empfingen. Einen frühen Rückstand durch Andrej Kramaric konnten die Fürther im Laufe der Partie sogar drehen, weswegen Leitl zu einem eindeutigen Urteil kam: "Das war ein Spiel, dem wir schon auch unsren Stempel aufgedrückt haben."

Besonders in den Zweikämpfen war der Tabellendritte der 2. Bundesliga präsent. Insgesamt gingen auch mehr Torschüsse auf das Konto des vermeintlichen Underdogs. "Wir wussten, dass wir unsere Momente kriegen", zeigte sich auch Torhüter Sascha optimistisch und wurde erhört. Und der Keeper ahnte sogar den ganz großen Wurf: "Man hat sich einfach geärgert, dass wir nur zwei Tore geschossen haben." Später hielt Burchert im spannenden Elfmeterschießen einen Ball, zwei weitere wurden von Hoffenheim an oder neben das Aluminium gesetzt. Fürth war weiter.

Leitl lobt und gibt frei

"Vor allen Dingen macht es uns sehr stolz, dass wir die Partie auch auf ein gewisses Niveau gehoben haben mit der Art und Weise, wie wir heute Fußball gespielt haben", fasste Leitl ein detaillierteres Urteil zum Verlauf der Partie. Seiner Mannschaft sprach er entsprechend das "Kompliment für eine unheimlich couragierte und mutige, freche Herangehensweise" aus. Fürth, das in diesem Jahr noch kein Auswärtsspiel verloren hat, bleibt somit auch beim Bundesligisten siegreich.

Jetzt steht eine kurze Erholungspause an. "Man ist schon platt", verdeutlichte Tor- und Elfmeterschütze Marco Meyerhöfer nach der Partie. "Dass ich heute mal einen Elfmeter geschossen habe und ihn auch rein gemacht hab, das ist ein persönliches Highlight", so der Abwehrspieler, der sich normalerweise lieber auf das Verhindern von Toren fokussiert. In seiner zweiten Profi-Saison zieht der 25-Jährige nun ins Achtelfinale des DFB-Pokal ein, schon am 3. Januar (13:30 Uhr) geht es mit dem Heimspiel gegen St. Pauli in der Liga weiter. Mit den aktuellen Qualitäten kann ein "überragendes Jahr" in Fürth dann möglicherweise noch besser werden.