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MSV Duisburg: Mit Kampf und Krampf zum Punktgewinn

Nach dem 0:0-Unentschieden beim FC Erzgebirge Aue steckt der MSV Duisburg weiterhin als Schlusslicht in der Tabelle fest. Aufmuntern sollte es die Zebras, dass sie erstmals seit November wieder ein Spiel ohne Gegentor absolvierten und damit auch den Abstand zum Relegationsplatz verkürzen konnten. Außerdem können sich die Zebras über einen unerwarteten Geldregen freuen.

"Mal wieder zu Null spielen"

Torsten Lieberknecht ist derzeit wohl einer der wenigen Menschen, die der Spielweise des MSV Duisburg etwas positives abgewinnen können. "Was man über 90 Minuten hinweg gesehen hat, war eine charakterlich einwandsfreie Partie. Man hat wirklich darum gekämpft, mal wieder zu Null zu spielen", sagte der Trainer des Tabellenletzten in der Pressekonferenz nach dem 0:0-Remis beim FC Erzgebirge Aue. Die Betonung muss dabei stark auf dem Wörtchen "Kampf" liegen, denn viel mehr war das zähe Unentschieden von beiden Mannschaften am Sonntag nicht.

Gleichwohl liegt Lieberknecht mit seiner Beurteilung eigentlich vollkommen richtig: Für den MSV war die Partie in Aue das erste "Zu Null"-Spiel seit dem 1:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld am 14. Spieltag. Es kann durchaus zu hoffen sein, dass dieses Ergebnis in den Köpfen der Spieler eine Wirkung zeigt, denn Aue schoss in den letzten sieben Spielen immerhin 13 Tore – gegen die Duisburger gelang dem FCE herzlich wenig in der Offensive.

"Weiter beharrlich bleiben"

Fußball ist Kopfsache – diese Phrase wird Lieberknecht seinen Spielern vor jedem kommenden Spieltag mitgeben können. Bei all dem Druck, der auf den Meiderichern angesichts ihrer sportlichen und finanziellen Situation lastet, könne er "von meinen Spielern nicht verlangen, vollkommen gedankenfrei in das Spiel zu gehen." In der ersten Halbzeit habe man gesehen, dass "die Jungs sich viel vorgenommen hatten, aber nicht frei Fußball gespielt haben", führte Lieberknecht weiter aus.

Mit dem Punkt in Aue konnten die Zebras immerhin wieder mit dem SV Sandhausen gleichziehen, einzig das schlechtere Torverhältnis spricht gegen die Duisburger. "Wenn du weiter beharrlich bleibst, wenn du mit Ruhe die nächsten Dinge angehst und es uns auch gelingt, die Jungs auf das Spiel so zu vorbereiten, dass sie richtig Lust auf Fußball haben", schwor Lieberknecht in der Pressekonferenz das Umfeld des MSV ein, "dann glaube ich, werden wir unseren Weg gehen und das Ziel, das wir uns vorgenommen haben, definitiv erreichen."

Halbe Million aus China?

Ein Ziel des MSV Duisburg ist neben dem Klassenerhalt auch die wirtschaftliche Genesung des Vereins. Wie die "Bild"-Zeitung erfahren haben will, könnte ausgerechnet Richard Sukuta-Pasu gehörig dazu beitragen: Beim Wechsel des erfolglosen Stürmers zu den Guangdong Southern Tigers in die chinesische zweite Liga sollen mutmaßlich 500.000 Euro an Ablöse in die Kasse des MSV geflossen sein. "Das ist bei zusätzlichen, unplanmäßigen Einnahmen immer der Fall. Doch es bleibt für unsere Kasse auch noch ein gutes Zubrot übrig", wird Präsident Ingo Wald über die Ablösesumme zitiert, ohne eine konkrete Zahl zu nennen. Für den MSV jedenfalls wäre jeder Cent einer solchen Summe pures Gold wert.