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"Müssen uns entschuldigen": Klatsche hinterlässt reuige VfL-Profis

© IMAGO / Revierfoto

In einem zuvor als wegweisend deklarierten Niedersachsenduell mit Eintracht Braunschweig setzte es für desolate Osnabrücker am Sonntag eine 0:4-Pleite. Auf der Suche nach einer Erklärung ging ein "maximal enttäuschter" Cheftrainer Markus Feldhoff anschließend hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. 

Feldhoff und Kühn sprechen Klartext

Regelrecht konsterniert wirkte Markus Feldhoff auf der Pressekonferenz nach Spielende. Der Osnabrücker Cheftrainer war zwar bemüht, die richtigen Worte für das 0:4 gegen Eintracht Braunschweig zu finden, doch die vorangegangenen 90 Minuten hatten tiefe Spuren hinterlassen. "Wir haben gegen sehr gute Braunschweiger verdient verloren", gestand Feldhoff ein. Dennoch müsse sich seine Mannschaft "an die eigene Nase fassen, einfach eine bessere Leistung bringen in allen Situationen."

Eine durchaus zutreffende Analyse. Denn lediglich in Durchgang eins hatte es Phasen gegeben, in denen der VfL dem Rivalen aus Ostniedersachsen auf Augenhöhe begegnet war. Den ersten Rückschlag setzte es trotzdem schon nach 11. Minuten, Abdullahi erzielte die BTSV-Führung. Bis zur Pause spielte Osnabrück ordentlich mit, anschließend ging es dahin. Mit drei Toren innerhalb von 15 Minuten schnürten Abdullahi und Kobylanski jeweils einen Doppelpack. VfL-Torhüter Philipp Kühn konnte auch nach Abpfiff noch nicht recht glauben, was er zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte erleben müssen. "Wir haben das Spiel verschenkt, verschlafen. So dürfen wir nicht aus der Pause kommen, nicht auftreten. Das geht auf keinen Fall in der zweiten Liga", schimpfte der 28-Jährige am "Sky"-Mikrofon.

"Müssen anders auftreten, um eine Chance zu haben"

Immerhin waren sie sich also einig an der "Bremer Brücke": Nach dem durchaus überraschenden Sieg in Karlsruhe vom letzten Wochenende hatte es dieses Mal an der Einstellung gehapert – im Abstiegskampf ein Unding. Und so wusste auch der Trainer, "dass wir anders auftreten müssen, dass wir deutlich besser sein müssen, um eine Chance zu haben, nächstes Jahr noch in der Liga zu spielen – und das bis Mittwoch für das nächste Spiel."

Eben jenes hatte auch sein Torhüter schon im Kopf, der sich indes reumütig zeigte: "Letztendlich war diese Leistung zu vermeiden. Für die Art und Weise müssen wir uns bei den Fans und beim Verein entschuldigen. Da ist es gut, dass wir jetzt am Mittwoch die nächste Chance haben, das geradezurücken." Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen Regensburg könnten sich die Osnabrücker tatsächlich auch tabellarisch rehabilitieren und wieder an den auf drei Punkte enteilten Braunschweigern vorbeiziehen.