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Nach Bremer Remis und trotz Platz 1: "Der Frust überwiegt"

imago images / Team 2

Trotz deutlicher Überlegenheit kommt der SV Werder Bremen gegen den SV Sandhausen nicht über ein Unentschieden hinaus und zeigt sich darüber verärgert, obwohl am Ende des Tages wieder die Tabellenführung steht. Trainer Ole Werner sieht diesen Ärger am Ende als "positiv" an und muss sein Team nun auf das Spitzenspiel beim FC St. Pauli vorbereiten. 

Nur ein Zähler: Werder belohnt sich nicht für den Aufwand

25 zu 3 Torschüsse standen für den SV Werder Bremen am Sonntagnachmittag gegen den SV Sandhausen am Ende zu Buche, die Anzeigetafel wusste weiß auf grün allerdings nur von einem 1:1 zu berichten. Weil den Bremern im Abschluss häufig das Glück fehlte und sich die Kurpfälzer in der Offensive hingegen gnadenlos präsentierten. Mit dem ersten Torschuss seines Teams hatte ausgerechnet der Ex-Bremer Pascal Testroet den SVS nach 64 Minuten in Führung gebracht, Werders Toptorjäger Marvin Ducksch gelang wenig später wenigstens noch der Ausgleich (73.). Das reichte für die Hanseaten zwar für die Tabellenführung, die große Euphorie wollte nach dem Ergebnis aber nicht aufkommen.

"Der Frust überwiegt. Wir hatten gute Kontrolle, waren jedoch nicht zwingend genug", meinte nach Abpfiff Linksverteidiger Anthony Jung, der sich kurz nach der Halbzeitpause zu allem Überfluss auch noch seine fünfte gelbe Karte abgeholt hatte und damit am kommenden Samstag im Spitzenspiel gegen den FC St. Pauli fehlen wird. Unzufrieden war auch Jungs Trainer Ole Werner, der in seiner Elf natürlich das deutlich bessere Team gesehen hatte: "Das Ergebnis hat nicht zur Leistung gepasst und wir sind verärgert, dass wir uns nicht belohnt haben. Das hat auch nichts damit zu tun, auf welchem Tabellenplatz wir stehen."

"Dass wir uns darüber ärgern ist aber positiv"

Immerhin wusste der 33-Jährige diesen Ärger noch in einen durchaus erfreulichen Kontext zu setzen: "Dass wir uns darüber ärgern, nicht diese zwei Punkte mehr zu haben, um noch besser dazustehen, ist aber positiv. Das haben wir uns erarbeitet", so Werner, der weiterhin eine absolut grandiose Bilanz beim SVW aufweisen kann. Mit Blick auf die Tabelle kommen nun allerdings spannende Wochen auf die Bremer zu. Nur einen Zähler trennen den Spitzenreiter von Platz drei, von dem der nächste Gegner aus St. Pauli grüßt. Nur zwei Punkte beträgt zudem der Vorsprung auf Rang vier und den FC Schalke, der die Hanseaten dann am 23. April in seiner Arena empfangen wird.

Bis dahin könnte sich der Kader der Grün-Weißen auch wieder ein wenig füllen, nachdem gegen den SV Sandhausen neben Marco Friedl und Ömer Toprak auch noch Milos Veljkovic mit einer Blessur gefehlt hatte. "Wir hoffen, dass der ein oder andere, der jetzt verletzt gefehlt hat, nächste Woche wieder zur Verfügung steht. So oder so werden wir wieder elf Jungs auf den Platz schicken, die ein Spiel gewinnen können und auch genug Jungs auf der Bank haben, mit denen wir nachlegen können", so Werner, der die Tabellenführung nun gerne bis zum Ende behalten würde.