Nach Chancenwucher: HSV "erleichtert" über nächsten Sieg
Bei einem Chancenfestival setzte sich der Hamburger SV am Sonntag zu Hause mit 3:1 gegen den SSV Jahn Regensburg durch. Durch den zweiten Sieg in Folge festigen die Norddeutschen den zweiten Tabellenplatz und bleiben dem Spitzenreiter aus Darmstadt auf den Fersen.
HSV kontert das frühe Gegentor
Es gab die kalte Dusche für den HSV: Nach nur sieben Minuten brachte Kaan Caliskaner die Gäste in Führung. Mal wieder lagen die Hamburger hinten. Doch die Hausherren waren gar nicht geschockt, gaben kurz darauf mit Mario Vuskovic und dem 1:1 die Antwort (12.). "Wir mussten wieder einem Rückstand hinterherlaufen, aber wie die Mannschaft das gemacht hat, wieder versucht hat Tore zu erzielen, war super", lobte Keeper Daniel Heuer Fernandes, der mit starken Paraden weitere Gegentore verhinderte.
Doch Richtung Ende des ersten Durchgangs hatten die Rothosen die Partie im Griff, hätten nach 49 Minuten auch in Führung gehen können. Doch Knipser Robert Glatzel scheiterte mit einem Strafstoß. "Es ist extrem bitter, dass ich den Elfmeter nicht reinmache, dann wäre das Spiel vielleicht leichter geworden. Das hat mich richtig geärgert. Ich habe wie die Mannschaft dann auch ein paar Minuten gebraucht, um wieder ins Spiel zu finden", erklärte der Stürmer.
"Hätten den Sack früher zumachen müssen"
So blieben die Gäste weiter im Spiel, kamen auch immer wieder zu guten Ansätzen. Der HSV hatte die besseren Chancen, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. "Wir haben heute aber extrem viele Chancen ausgelassen. Wir hätten den Sack früher zumachen müssen", kritisierte Glatzel. Erst in der Schlussphase erlöste Ransford-Yeboah Königsdörffer sein Team mit dem Führungstreffer, traf innerhalb des Strafraums wuchtig ins kurze Eck. "Ich bin echt erleichtert darüber, weil das Spiel anstrengend war", so der Torschütze.
Der in der Schlussminute noch mit Glatzel jubeln durfte. Der Offensivmann erzielte spät seinen Treffer und entschied die Partie endgültig. "Wir machen zwar noch zu viele kleinere Fehler, aber wir sind ein so verschworener Haufen, und genau das wollen die Fans sehen. Deshalb sind auch heute wieder mehr als 50.000 Zuschauer ins Stadion gekommen, ich glaube, das gibt es nur hier", zeigte sich Trainer Tim Walter zufriedne.
Zum Abschluss bekommt es der Zweitplatzierte, der vier Punkte Vorsprung auf den dritten Platz und einen Zähler Rückstand auf Tabellenführer Darmstadt hat, mit den Kellerteams aus Fürth und Sandhausen zu tun.