Nach Pleite gegen Nürnberg: Frings will kühlen Kopf bewahren

Mit einem Sieg wollten die Darmstädter den 1. FC Nürnberg in der Tabelle überflügeln, am Ende war nur der Gegner aus Franken auf der Überholspur. Die 3:4-Heimniederlage am Montagabend gegen Nürnberg schmerzte, weil die Lilien nach der frühen Führung das Spiel ganz gut im Griff hatten und sogar bei den Spieldaten zumeist vorne lagen.

"Haben aktuell kein Glück"

Doch individuelle Fehler brachten den Bundesliga-Absteiger in der zweiten Halbzeit trotz großer Moral auf die Verliererstraße. Auf sechs Positionen hatte Trainer Torsten Frings seine Truppe geändert – der Erfolg blieb aus. Mit nur 1,5 Punkten pro Spiel und der nunmehr zweitschlechtesten Abwehr der Liga rangieren die Darmstädter im Tabellenmittelfeld. Vier Punkte trennen sie vom Aufstiegsrelegationsplatz.

Torsten Frings (40) haderte nach dem Schlusspfiff auf der Vereinshomepage mit den vielen Gegentoren. "Eigentlich haben wir bis zur 55. Spielminute ein super Spiel gemacht und hatten das Spiel relativ gut im Griff. Wir sind gut ins Spiel gekommen und auch verdient in Führung gegangen. Wenn wir so viele individuelle Fehler machen, ist es schwer ein Spiel zu gewinnen, wir selbst erzielen ja viele Tore. Wir sind leider momentan in einer Phase, in der wir kein Glück haben und fast jeder Angriff zu einem Gegentor führt. Wir wissen, dass wir zu viele Gegentore bekommen, trotzdem müssen wir jetzt einen kühlen Kopf bewahren und daran weiterarbeiten."

Gnadenlos ausgekontert

Mittelfeldmann Jan Rosenthal hatte sich sein Comeback anders vorgestellt. "Wenn du zu Hause selbst drei Tore erzielst, dann darfst du nicht verlieren. Leider ist es uns trotzdem passiert. Wir haben sehr gut ins Spiel gefunden, hatten gute Möglichkeiten und gehen verdient in Führung. Auch nach der Pause waren wir wieder gut drin – dann verteidigen wir einen langen Ball schlecht, schon liegen wir in Rückstand. Danach wurden wir gnadenlos ausgekontert. Routinier Hamit Altintop nahm nach dem Spiel seine Mitspieler in die Pflicht. Wir mussten aufmachen nach dem Rückstand, da haben sie uns ausgekontert. Das müssen wir uns selbst zuschreiben mit den individuellen Fehlern, da müssen wir härter arbeiten, konzentrierter sein und jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen."

 

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