Nachwuchsförderung: 96 kooperiert mit japanischen Zweitligisten
Hannover 96 kooperiert zukünftig mit dem FC Mito Hollyhock in Japan. Gemeinsam schlossen die Zweitligisten einen Vertrag für die kommenden drei Jahre ab, die Ziele sollen unter anderem in der Spielerentwicklung, im Scouting und im eSport-Bereich liegen.
"Beide Seiten werden profitieren"
Zurzeit arbeitet Rechtsverteidiger Sei Muroya mit den Niedersachsen daran, einen versöhnlichen Saisonausklang zu erreichen. Insgesamt absolvierte der japanische Abwehrspieler schon 93 Pflichtspieleinsätze für die Roten - und reiht sich damit in die Riege erfolgreicher Japaner in der jüngeren Vereinsgeschichte von Hannover 96 ein. Auch Hiroki Sakai, Hiroshi Kiyotake oder Genki Haraguchi zählten in Niedersachsen stets zu den Leistungsträgern, sodass eine gewisse Affinität entstanden ist. Somit kommt es nicht überraschend, dass Hannover 96 zukünftig mit dem japanischen Fußball-Zweitligisten FC Mito Hollyhock kooperieren möchte.
Ein entsprechender Vertrag bis 2026 ist bereits unterschrieben worden. "Ich freue mich sehr, dass die Partnerschaft mit dem FC Mito Hollyhock zustande gekommen ist, weil ich davon überzeugt bin, dass beide Seiten davon profitieren werden – insbesondere im Nachwuchsbereich", verkündet 96-Sportdirektor Marcus Mann. Der FC Mito Hollyhock gilt in Japan als Talentschmiede, nun soll künftig pro Saison ein Toptalent auf Leihbasis in der U23-Mannschaft der 96-Akademie zum Einsatz kommen. "Auf den gemeinsamen Austausch in den kommenden Monaten und Jahren bin ich sehr gespannt", so Mann.
96 genießt hohes Ansehen
Darüber hinaus soll auch der Scouting- oder eSport-Bereich durch einen "intensiven Austausch mit gemeinsamen Aktivitäten" profitieren, wie die 96er auf ihrer Homepage angeben. Beim japanischen Zweitligisten stößt die Idee auf Zuspruch. "Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Hannover 96 einen Traditionsklub aus dem deutschen Profifußball gefunden haben, der mit der 96-Akademie ein ausgezeichnetes Leistungszentrum vorweisen und uns in der Ausbildung junger Fußballspieler ein Vorbild sein kann", erklärt Geschäftsführer Koh Kojima. "Die deutschen Klubs genießen weltweit ein sehr hohes Ansehen für ihre Jugendarbeit. Unser Klub wird nächstes Jahr 30 Jahre alt und wir haben als klares Ziel, im Bereich der Talentförderung noch besser zu werden."
Ermöglicht wurde die Zusammenarbeit durch die Unterstützung und Vermittlung der "Taniobis GmbH" aus Goslar, die an beiden Standorten vertreten ist. "Wir fühlen uns sehr geehrt, dass wir eine Brücke auf dem Weg zur Partnerschaft dieser beiden angesehenen Fußballklubs bauen konnten", freut sich daher auch Chairman Kazuhiko Iida.