Nächste Hertha-Pleite: "Es passt vorne und hinten nicht"

Bei Hertha BSC schlägt die offenkundige Lustlosigkeit seit dem Ende aller Aufstiegshoffnungen zunehmend auf die Stimmung. Nach der 0:1-Pleite bei Abstiegskandidat 1. FC Magdeburg stellten sowohl Trainer Stefan Leitl als auch Stürmer Luca Schuler mehr oder weniger unverblümt die Charakterfrage.

Leitl: "Muss aufpassen, was ich sage"

Leitl verordnete sich vor lauter Unmut über den enttäuschenden Auftritt seines Teams selbst einen Maulkorb. "Ich bin richtig angefressen. Ich muss aufpassen, was ich sage", zitierte das Fachmagazin kicker eine Aussage des Coaches in der Pressekonferenz zu seiner Gemütsverfassung.

Seine Verärgerung begründete Leitl mit den Mängelerscheinungen seiner Mannschaft bei ihrem geradezu aufreizend harmlosen Auftritt an der Elbe. "Beim Gegentor fehlt es mir komplett an Intensität und an Einstellung." Zwar seien seine Spieler nach dem Rückstand "ein bisschen aufgewacht, aber es reicht nicht, nur ein bisschen aufzuwachen".

Entsprechend aufgebracht hatte der frühere Profi nach der vierten Auswärtsniederlage schon im Sky-Interview "definitiv" ein Donnerwetter angekündigt: "So wird sich meine Mannschaft nicht mehr präsentieren", stellte Leitl klar.

Schuler "enttäuscht und genervt"

Die schlechte Laune des 48-Jährigen ist verständlich: Mittlerweile vier Spiele ohne Sieg mit insgesamt nur einem Punkt und einem einzigen Treffer werfen gar kein gutes Licht auf die Berliner und lassen Leitls Appelle zur professionellen Beendigung der Saison für ein Endergebnis wenigstens im oberen Tabellendrittel wie wirkungslose Fensterreden aussehen. Vor dem letzten Heimspiel der Saison am Sonntag gegen Abstiegskandidat und Leitls Ex-Klub SpVgg Greuther Fürth scheint beim Hauptstadtklub schlichtweg die Luft raus.

Kritiker aus der Mannschaft wirkten denn auch eher wie einsame Rufer in der Wüste. "Wir sind sauer auf uns selbst, enttäuscht und genervt", schimpfte Schuler laut Angaben der Bild-Zeitung: "Es ist nicht das erste Spiel, in dem wir vorne zu wenig kreieren. Es passt vorne und hinten nicht. Wir spielen keinen effektiven Fußball, wir spielen keinen schönen Fußball. Es ist einfach zu wenig. Wir müssen uns hinterfragen, woran das liegt."

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