Nächste Pleite für Hansa: "Bitter, wie es gerade abläuft"

Nächster Rückschlag für den F.C. Hansa Rostock im Kampf gegen den Abstieg! Die Kogge unterlag am Samstag in Unterzahl mit 0:3 beim SC Paderborn und verlor somit auch das dritte Spiel unter Neu-Trainer Alois Schwartz. Die Nicht-Abstiegsränge könnten nach dem Spieltag schon fünf Punkte entfernt sein. Dementsprechend gedrückt war die Stimmung bei den Norddeutschen.

"Wir lassen Scherff ganz allein"

Es war sehr wahrscheinlich die entscheidende Szene der Partie: Nach einer ereignisarmen Anfangsphase liefen die Gäste in einen Konter. In einem Laufduell mit Lukas Scherff kam Florent Muslija zu Fall. Zunächst ließ Schiedsrichter Martin Petersen weiterlaufen. Doch der VAR griff ein. Nach Sichtung der Bilder entschied der Unparteiische in der 27. Spielminute auf Rot für den Hansa-Verteidiger, der nach seiner Verletzung erstmals seit November des vergangenen Jahres wieder in der Startelf stand. 

"Wir waren gut im Spiel, dann kommt diese Szene", sagte Hansa-Trainer Alois Schwartz betrübt. Der Ansatz sei es gewesen, nach eigenen Angriffen schnell gut sortiert in die eigene Verteidigung zurückzugehen. Das hatte in dieser Szene überhaupt nicht funktioniert. "Wir lassen Scherff ganz allein", monierte der Trainer. Für ihn hätte sich Muslija den Ball zu weit vorgelegt und hätte ihn wohl auch nicht mehr bekommen. "Anscheinend hat er in berührt, wir müssen die Karte schlucken."

Frühes Gegentor in Halbzeit zwei

Somit waren die Gäste im zweiten von drei Spielen unter Schwartz in Unterzahl. "Das ist schon bitter, wie es gerade abläuft", meinte der Coach. "Aber wir müssen dagegensteuern und uns dagegen wehren. Jammern hilft nichts. Aber es kommt schon viel auf die Mannschaft zu." Zumal es nicht nur beim Platzverweis blieb. Für die restliche erste Halbzeit konnte sich die Kogge zwar ein Lob aussprechen, hielt die offensivstarken Paderborner gut vom eigenen Tor weg.

Doch schon drei Minuten nach Wiederanpfiff brachte Maximilian Rohr die Ostwestfalen in Führung. "Wir kommen raus und lassen den Gegner im Rücken weglaufen. Mit der ersten hundertprozentigen Chance liegst du hinten. Das tut dann schon weh." Hansa war dagegen nicht mehr in der Offensive anzutreffen. Muslija (78.) und Felix Platte (87.) machten alles klar. 

Heimspiel gegen Fürth

"Ich bin schon sauer und geknickt", machte auch Keeper Markus Kolke beim "NDR" kein Geheimnis aus seiner Gefühlslage. "Wir haben uns extrem viel vorgenommen. Aber es muss weitergehen, wir können nicht den Kopf in den Sand stecken." Hansa ist weiter Vorletzter, liegt aber nur noch einen Zähler vor dem Tabellenende. Zwei Punkte sind es auf den Relegationsrang, vier auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Um einen Zähler könnte der Rückstand aber noch anwachsen. "Wir müssen weitermachen und dran glauben", so Kolke.

Am kommenden Samstag steht das Heimspiel gegen Greuther Fürth an. Eine erneut Niederlage darf sich die Mannschaft nach nur einem Punkt aus zuletzt acht Partien nicht erlauben. Schließlich muss der Rückstand in nur noch sechs verbleibenden Spielen aufgeholt werden. 

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