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"Nehmen uns den Punktgewinn mit": VfL glaubt an seine Chancen

© IMAGO / Ulrich Hufnagel

In der 84. Spielminute war der Jubel zum erneuten VfL-Führungstreffer groß, doch Osnabrück brachte den Sieg letztlich nicht über die Zeit. Gebeutelt von Verletzungen gingen die Lila-Weißen vom Platz, aber die Hoffnung auf den Klassenerhalt lebt dank der gezeigten Leistungen. Die Luft wird jedoch dünner.

Prekäre Lage durch Nachholspiele

"Für die Mannschaft, die in der 90. Minute einen Ausgleich bekommt, ist es immer bitter", kommentierte VfL-Cheftrainer Markus Feldhoff den Paderborner Treffer zum 2:2-Remis am Mittwochabend in der Pressekonferenz. Der Coach der Lila-Weißen ärgerte sich, war aber nicht unzufrieden. "Wir nehmen den Punkt als gewonnenen Punkt mit", versicherte Feldhoff und wies darauf hin, dass das vor dem Spiel einige Osnabrücker unterschrieben hätten. Vom Spielverlauf her wäre ein Sieg jedoch drin gewesen, nachdem Marc Heider den VfL spät in Führung brachte. Feldhoff war dennoch Stolz auf die Art und Weise, wie die Mannschaft nur drei Tage nach dem letzten Match (0:3-Niederlage gegen Düsseldorf) auftrat: "Wir haben uns den Punkt erarbeitet, erkämpft und nehmen uns den als Punktgewinn mit."

Doch was bringt der Punkt dem VfL? Mit 27 Zählern bleiben die Osnabrücker auf dem Abstiegs-Relegationsrang stehen, der Konkurrent aus Braunschweig liegt drei Punkte davor. Weitere Tabellennachbarn wie Regensburg (34 Punkte) sind bereits enteilt – und das könnte bald auch für den SV Sandhausen gelten. Noch steht das Team vom Hardtwald zwei Zähler hinter Osnabrück, hat aber mittlerweile drei Nachholspiele in der Hinterhand. Angesichts eines herausfordernden Osnabrücker Restprogramms, darunter Spiele gegen Kiel und Hamburg, ist die Situation inzwischen mehr als prekär.

"Ein sehr positives Gefühl"

Davon ließ sich Feldhoff nicht beeindrucken. "Wir müssen nicht darüber reden, dass Paderborn heute die bessere Fußball-Mannschaft war", gestand der 46-Jährigen dem ostwestfälischen Lokalrivalen zu. Nach dem aufopferungsvollen Auftritt seines Teams spielte das allerdings keine Rolle mehr: "Jetzt sind wir drei Tage vor dem nächsten Spiel und deswegen sind wir eigentlich schon in der Regenrationsphase, deswegen machen wir uns über das Spiel schon keine Gedanken mehr." In Paderborn bewies Feldhoff, dass seine taktischen Kniffe wirken – beispielsweise stellte er auf eine Fünferkette um, weil "der Gegner Räume beläuft und nicht besetzt". Damit drängte er die Paderborner trotz spielerischer Überlegenheit an den Rand einer Niederlage.

"Wir nehmen einen Haufen Müdigkeit und den ein oder anderen verletzten Spieler mit, aber ansonsen auch ein sehr positives Gefühl, dass wir an unsere Chance glauben und alles dafür tun werden, um den Klassenerhalt zu schaffen", zeigte sich der VfL-Cheftrainer zuversichtlich, dass Osnabrück das Ruder noch herumreißen kann. Dann allerdings wohl ohne Ulrich Bapoh (Muskelverletzung) und Jay-Roy Grot (Sprunggelenksverletzung). Genauere Diagnosen standen am Mittwochabend noch aus.