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"Neue Mannschaft aufbauen": Rösler will Fortuna-Neustart anführen

© imago images / Uwe Kraft

Durch das 0:3 bei Union Berlin rutschte Fortuna Düsseldorf am letzten Spieltag auf Rang 17, der sechste Bundesliga-Abstieg der Vereinsgeschichte steht fest. Nach Abpfiff in Berlin herrschte bei der Fortuna vor allem eines: Leere. Der Blick muss allerdings schon bald in Richtung Zukunft gehen. Teil dieser wird auch Trainer Uwe Rösler sein.

Rösler will es selbst "wiedergutmachen"

Es ist ein Abstieg, der hätte verhindert werden können. In diesem Punkt sind sich die Verantwortlichen in Düsseldorf einig. Klar ist allerdings auch: Die Fortuna verlor im entscheidenden Moment die Nerven, das 0:3 bei Union Berlin mutete wie eine Bankrotterklärung an. Für Ursachenforschung war es unmittelbar nach Abpfiff zu früh, Trainer Rösler und Innenverteidiger Ayhan verspürten erst einmal nur "Leere".

Rösler jedoch fing sich am "Sky"-Mikrofon recht schnell und wagte einen ersten Blick auf das, was nun kommt. Klar ist, dass der 51-Jährige in der Rheinmetropole weitermachen möchte. "Ich habe noch ein Jahr Vertrag. Ich freue mich auf die Aufgabe, es wiedergutmachen zu können. Wir müssen eine neue Mannschaft aufbauen." Die Aussagen des Trainers decken sich mit den Plänen des Klubs, auf Nachfrage bestätigte Sportvorstand Uwe Klein die Absicht, mit Rösler weitermachen zu wollen: "Selbstverständlich."

"Es wird einen Umbruch geben"

Während die sportliche Führung damit erhalten bleiben dürfte, wird der Kader komplett auseinanderbrechen, wie Rösler bereits bestätigte: "Es wird einen Umbruch geben. Wir müssen eine neue Mannschaft formen. Wir haben nicht mehr die Einnahmen der ersten Bundesliga. Es ist eine spannende Aufgabe." Finanziell muss die Fortuna den Gürtel nun deutlich enger schnallen, gleich 17 Verträge laufen ohnehin aus. Spieler wie Thommy, Karaman oder Ayhan sind laut "Kicker" nicht zu halten. Hinzu kommen die Abgänge von Berisha, Steffen, Jörgensen und Suttner, Kapitän Fink hängt die Schuhe endgültig an den Nagel. Bleiben Hennings und Bodzek, vielleicht auch Zimmermann und Hoffmann, als Fundament für den Neuaufbau.

In Sachen Kaderzusammenstellung wartet also eine Mammutaufgabe, Sportvorstand Klein, der von Lutz Pfannenstiel übernahm, wird sich beweisen müssen. Beginnen sollen die Planungen sobald wie möglich. Noch ist die Fortuna jedoch wie gelähmt. "Ein paar Tage Abstand brauchen wir alle, aber wir wissen jetzt, wo wir sind", so der Cheftrainer. Anschließend wird es darum gehen, die Phase der Bundesliga-Abstinenz möglichst kurz zu halten. Nach dem letzten Abstieg dauerte es ganze fünf Jahre bis zur Rückkehr in das Oberhaus.