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"Nicht so einfach, wie es aussieht": SVD bezwingt Bremen souverän

© IMAGO / Schüler

Zum ersten Mal in dieser Saison konnte der SV Darmstadt 98 zwei Siege in Folge einfahren – und beim 3:0-Erfolg gegen Werder Bremen zeigte sich einmal mehr die beste Offensive der Liga. Allerdings war dieses Mal nicht die Anzahl der Tore, sondern der Zeitpunkt entscheidend, wie die Beteiligten nach der Partie sagten. Insgesamt herrschte große Zufriedenheit.

"Das war Wahnsinn"

Pünktlich zum Pausenpfiff schweißte Fabian Holland das Leder sehenswert in die Maschen, der Kapitän ließ rund 13.000 Zuschauer im Darmstädter Böllenfalltor-Stadion jubeln. "Der Ball ist genau da reingeflogen, wo ich ihn hinhaben wollte", freute sich der 31-Jährige über das Traumtor, das als Dosenöffner für den Erfolg der Lilien an diesem Tag diente. Für Holland hätte es nicht besser kommen können: "Gerade mit der Stimmung und den Fans war es ein absolut geiles Spiel. Schon beim Aufwärmen hat man gesehen, was hier für eine Stimmung herrscht. Das war Wahnsinn. Es waren viele Gänsehautmomente dabei."

Zwei weitere Treffer – jeweils von Luca Pfeiffer – gehörten sicherlich auch zu besagten Momenten. "Unsere Stärke war heute, dass wir in den richtigen Momenten die Tore machen und vorne eiskalt sind", fasste Holland selbstbewusst zusammen. Nach dem späten Pausenrückstand setzte der Gegner aus Bremen nämlich vieles daran, um das Spiel im zweiten Durchgang noch zu drehen. Pfeiffer (65., 71.) machte jedoch alles für die Lilien klar. Auf dem Papier war es am Ende eindeutig, wobei Cheftrainer Torsten Lieberknecht leicht widersprechen wollte: "Wenn du 3:0 gewinnst, ist das mit Sicherheit verdient. Aber das Spiel war nicht so einfach, wie es am Ende aussieht."

24 Tore für das Selbstvertrauen

Die Rückkehr von Markus Anfang zum Ex-Klub haben die Lilien dennoch souverän hinter sich gebracht. "Insgesamt war es ein schwer erkämpfter und teilweise gut erspielter, aber vor allem taktisch hervorragend umgesetzter Sieg gegen eine starke Bremer Mannschaft", lobte Lieberknecht seine Mannschaft, die sich auch bei Marcel Schuhen als Rückhalt bedanken konnte. Gerade nach dem zweiten SVD-Tor musste "uns Schuhen wieder im Spiel halten". Andernfalls wäre es wohl knapper geworden.

Somit konnte Darmstadt aber den zweiten Sieg infolge einfahren, insgesamt war es schon Nummer fünf – und das dem schlechten Saisonstart zum Trotz. Die Lilien klettern damit bereits auf den sechsten Rang, sind nur drei Punkte hinter dem Aufstiegs-Relegationsplatz. Kapitän Fabian Holland machte den Aufschwung vor allem an einer Stärke fest: "Wir wissen, dass wir vorne enorme Qualität haben und nicht viele Torchancen brauchen. Das gibt uns Selbstvertrauen." Insgesamt 24 Tore sprechen für sich und machen die SVD weiterhin zur offensivstärksten Mannschaft der Liga.