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"Nicht sportlich": KSC entschuldigt sich für Pfiffe gegen Jatta

In einem ereignisreichen Zweitligaspiel siegte der Hamburger SV am Sonntag mit 4:2 beim Karlsruher SC. Anschließend stand jedoch ein anderes Thema im Mittelpunkt: KSC-Fans hatten HSV-Offensivmann Bakery Jatta insbesondere während des ersten Durchgangs ausgepfiffen. Der Verein entschuldigte sich nach Abpfiff für die Schmähungen. 

Legt auch Karlsruhe Protest ein?

Bereits nach 34 Spielminuten führte der Hamburger SV beim Karlsruher SC mit 2:0. Eine emotional aufgeladene Stimmung herrschte im Wildpark allerdings auch unabhängig vom Spielgeschehen – zu spüren bekam das vor allem Bakery Jatta. Der HSV-Profi, um dessen Identität zuletzt immer wieder Diskussionen aufkamen, wurde wiederholt ausgepfiffen. Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer: "Das war nicht gut von unseren Fans. Ich möchte mich dafür entschuldigen."

Mit der Frage nach Jattas Identität beschäftigten sich in den vergangenen Wochen Behörden, Vereine und die Liga – etwaige Falschangaben konnten dem Gambier allerdings nicht nachgewiesen werden. Dennoch hatten Nürnberg und Bochum nach Pleiten gegen den HSV Protest eingelegt. "Ich hoffe, dass da bald eine Regelung gefunden wird", erklärte KSC-Trainer Alois Schwartz laut "Bild"-Bericht. "Mit Sicherheit war das nicht sportlich."

"Die, die weniger Verstand haben…"

Hamburgs Cheftrainer Dieter Hecking wählte nach Spielende deutliche Worte: "So lange das gärt, wird das jetzt in jedem Stadion so sein. Die, die weniger Verstand haben, die werden das ausnutzen wollen." Geht es nach dem 54-Jährigen ist die Thematik ohnehin überflüssig. "Bakery hat alle Dokumente vorgelegt. Sie sind rechtskräftig. Wenn wir den deutschen Behörden nicht mehr vertrauen, dann muss ich meinen Reisepass auch mal vorlegen. Vielleicht ist da auch was falsch."

Ob auch der KSC gegen die Spielwertung vorgehen wird, ist offenbar noch nicht entschieden. Die weiteren Ausführungen von Sportdirektor Kreuzer sprechen jedoch für sich. "Am Ende waren Nürnberg und Bochum die Schlauen und wir sind die Dummen, weil wir zu nett sind."