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Nürnberg: "Es fehlt noch ein bisschen was“

© IMAGO / Zink

Für den 1. FC Nürnberg bleiben die Spitzenteams im Kampf um den Aufstieg weiter eine Nummer zu groß. Durch das 1:4 bei Bundesliga-Absteiger Schalke konnten die Franken erneut in einem Sechs-Punkte-Spiel gegen einen potenziellen Rivalen für den Sprung ins Oberhaus nicht gewinnen und müssen vor der Winterpause um den unmittelbaren Kontakt zur Spitzengruppe bangen.

"Eine Schippe drauflegen“

Torhüter Christian Mathenia sprach die offenkundige Blockade seines Teams gegen Aufstiegskonkurrenten unverblümt an. "Es fehlt noch ein bisschen was“, meinte der Schlussmann auf der Vereinshomepage trotz "Leistungen auf Augenhöhe“.

Mathenia war mit seiner Einschätzung nicht allein. Auch Manuel Schäffler, der die Königsblauen nach dem Ausgleich der Schalker Pausenführung durch Fabian Nürnberger (49.) mit seinem Eigentor (66.) auf die Siegerstraße gebracht hatte, konstatierte im Vergleich mit den Topmannschaften des Unterhauses der mehr als nur punktuelle Schwächen: "Es war sicherlich unglücklich, aber man muss auch sagen: wenn man auf Schalke was mitnehmen will, dann muss man eine Schippe drauflegen. Wir haben uns zu viele Fehler geleistet und konnten zu wenige Bälle behaupten und haben dann auch zu selten die zweiten Bälle gewonnen. Dadurch haben wir Körner gelassen.“

"Einige kommen ans Limit“

Auch "Club“-Trainer Robert Klauß monierte in seiner Spielanalyse vor allem die Unzulänglichkeiten nach dem Seitenwechsel. "Es kam viel zusammen. Wir mussten viel einstecken. Bis zur Halbzeit mussten wir schon verletzungsbedingt zweimal wechseln. Dazu kommt ein Eigentor, das ist natürlich alles nicht förderlich für den Spielverlauf. Trotzdem hätten wir viele Dinge besser machen können, gerade in der zweiten Halbzeit. In der zweiten Halbzeit hatten wir zu viele technische Fehler und Ballverluste, durch die wir Schalke oft zum Kontern eingeladen haben. Da müssen wir besser sein“, resümierte der FCN-Coach.

Am besten schon zum Jahresabschluss bei Erzgebirge Aue (18. Dezember). Für die erhofften Fortschritte setzt Klauß vor allem auf Regeneration: "Wir haben jetzt ein bisschen länger Zeit bis zum Spiel in Aue. Das ist auch gut, weil wir gesehen haben, dass einige Jungs ans Limit kommen von der Belastung her. Wir müssen schauen, dass wir Kräfte sammeln, um nochmal einen rauszuhauen."