Offiziell! Düsseldorf trennt sich von Preußer - Thioune übernimmt
Jetzt ist es offiziell: Nach etwas mehr als sieben Monaten ist die Zeit von Christian Preußer als Trainer von Fortuna Düsseldorf schon wieder vorbei. Am Dienstagmittag bestätigten die Rheinländer die Trennung, die bereits am Montagabend durchgesickert war. Neuer Trainer ist Daniel Thioune, der einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hat und am Mittwoch erstmals das Training leiten wird.
F95 hofft auf "neuen Impuls"
Die vierte Niederlage in Folge ohne eigenes Tor beim 0:1 in Kiel war am Ende eine zu viel für Preußer, unter dem die Fortuna aus 21 Partien im Schnitt nur 0,95 Punkte holte und somit auf einem enttäuschenden 15. Tabellenplatz steht. "Leider haben die Fortschritte in den letzten Wochen nicht dazu geführt, dass wir daraus auch Punkte einfahren konnten. Die Tabellensituation und die Tatsache, dass wir zudem in den letzten vier Zweitligapartien ohne einen Punkt- und Torerfolg blieben, haben uns gezwungen zu handeln", erklärt Vorstand Klaus Allofs, der Preußer zuletzt immer wieder das Vertrauen ausgesprochen hatte. Nach "intensiven Gesprächen" seien die Verantwortlichen zu dem Ergebnis gelangt, "dass ein neuer Impuls die beste Lösung ist, um wieder positive Ergebnisse zu erzielen".
Für die Wende bei der Fortuna soll nun Daniel Thioune sorgen. "Er hat in seinen Stationen gezeigt, dass er für intensiven Fußball steht und auch schwierige Situationen meistern kann", sagt Allofs über den 47-Jährigen und bescheinigt ihm "viel Energie und Leidenschaft ". Zuletzt trainierte Thioune von Juli 2020 bis Mai 2021 den Hamburger SV, davor war er mit dem VfL Osnabrück (2017-2020) in die 2. Bundesliga aufgestiegen und hatte die Lila-Weißen anschließend zum sicheren Klassenerhalt geführt.
"Mannschaft besitzt genügend Potenzial"
"Mich reizt diese herausfordernde Aufgabe bei einem Traditionsverein wie der Fortuna sehr und ich werde mit großer Energie an die Arbeit gehen", so der frühere Zweitliga-Profi, der Jan Hoepner als Co-Trainer mitbringt. Zuletzt war der 40-Jährige für die U17 von Bayer Leverkusen verantwortlich. Von der Herausforderung in Düsseldorf zeigt sich der neue Fortuna-Coach überzeugt: "Die Mannschaft besitzt genügend Potenzial, um sich aus dem Tabellenkeller zu befreien." Dieses Potenzial auf den Rasen zu bringen, sei nun die Aufgabe. "Ich bin mir sicher, dass uns das gemeinsam mit meinem Trainerteam und dem gesamten Staff gelingt."
Viel Zeit bleibt dem 47-Jährigen allerdings nicht: Bereits am Sonntag steht das Heimspiel gegen Schalke 04 an. In das Duell gegen den Bundesliga-Absteiger könnten die Düsseldorfer als Drittletzter gehen, sollte der SV Sandhausen am heutigen Dienstagabend im Nachholspiel beim Karlsruher SC punkten. Im Rahmen einer Pressekonferenz wird der 47-Jährige am Dienstagnachmittag offiziell vorgestellt, ehe er am Mittwoch erstmals das Training leiten wird.