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"Olmos Ball geht rein, Neidharts nicht": Hansa-Fight wird nicht belohnt

© IMAGO / Karina Hessland

RB Leipzig war für den F.C. Hansa Rostock die zu erwartende hohe Hürde im Achtelfinale des DFB-Pokals. Dennoch konnte der Champions League-Teilnehmer erst kurz vor Schluss den Sack zumachen, weil die Kogge bis zuletzt dagegenhielt. Cheftrainer Jens Härtel hat an Erfahrungen gewonnen.

Härtel mit Versuch zufrieden

Nach Siegen gegen Heidenheim und Regensburg war in Leipzig jetzt Schluss. Der DFB-Pokal geht ohne die Rostocker ins Viertelfinale, doch unzufrieden ist man an der Ostsee höchstwahrscheinlich nicht. Gegen den haushohen Favoriten aus der Bundesliga bewiesen die Hansa-Spieler lange Zeit ihre Kämpferqualitäten. "Wir wären in der Lage gewesen, auch heute ein Tor zu schießen", war sich Cheftrainer Jens Härtel nach der Partie sicher. Bezeichnend seien die sehr ähnlichen Chancen von Nico Neidhart und Dani Olmo gewesen. "Olmo haut den Ball rein, Nicos Versuch geht halt einen halben Meter vorbei. Das ist der Unterschied."

2. Bundesliga statt Champions League – in der individuellen Qualität lagen die Team weit auseinander, auf dem Rasen bot Rostock lange eine knappe Partie. "Ich denke trotzdem, dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben", hielt Härtel daher fest. "Unser Matchplan ist zu großen Teilen aufgegangen, dass wir kompakt stehen und die Räume um den Strafraum schließen konnten." Dennoch machte die Kogge den frühen Fehler, als Yussuf Poulsen sträflich alleine gelassen wurde (6.). Danach rannte Hansa hinterher.

"Waren in Ordnung"

"Wir hatten ein paar gute Kontersituationen, die wir leider nicht ganz zu Ende spielen. Auch die Standards waren in Ordnung. Wir hatten schon noch zwei, drei gute Möglichkeiten, um den Ausgleich zu machen", analyiserte Härtel zurecht. Denn gerade in der zweiten Halbzeit – inklusive der Chance durch Neidhart – war Rostock phasenweise dran am eigenen Treffer. Einzig die Präzision fehlte, obwohl mit Streli Mamba und Ridge Munsy die schnellen Männer parat standen. "Manchmal sind sie gestartet und wir haben sie nicht angespielt, manchmal haben wir sie angespielt und sie sind nicht gestartet", fasste der Übungsleiter die Offensivbemühungen dahingehend zusammen.

Nun kann sich Rostock vollends auf den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga konzentrieren, schon am Samstag (13:30 Uhr) steht die Partie gegen Heidenheim an. Die Erfahrungen mit den Brenzstädtern waren in dieser Saison gut. "Ich denke, dass wir ein paar Sachen aus dem Spiel mitnehmen können", fokussierte Härtel das Positive. "Die Dreier- und Fünferkette haben nach langer Zeit gut funktioniert. Das kann uns helfen, in der restlichen Saison variabler zu sein." Abhängig vom Gegner natürlich. Die Umsetzung folgt gegen Heidenheim.