Osnabrück stimmt DFB-Strafantrag gegen Ceesay nicht zu
Assan Ceesay durfte während der Sonntagspartie seines VfL Osnabrück beim Karlsruher SC frühzeitig die örtliche Dusche aufsuchen, nach einem Foul an KSC-Verteidiger Dirk Carlson hatte der 25-Jährige die Rote Karte gesehen. Nun veröffentlichte der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den beabsichtigten Strafantrag – der VfL stimmte einer angedachten Sperre von drei Ligaspielen nicht zu.
Ceesay entschuldigt sich mehrfach
Assan Ceesay erlebte am vergangenen Sonntag ein Startelfdebüt zum Vergessen. Es lief die 29. Spielminute als der Osnabrücker Mittelstürmer Karlsruhes Dirk Carlson im Anschluss an einen Eckball unglücklich mit dem Fuß am Kopf traf – Rote Karte und Elfmeter für die Hausherren. Der KSC-Verteidiger musste im Anschluss an eine Behandlungspause mit der Trage vom Feld gebracht werden, Übeltäter Ceesay wartete eine Weile neben dem Verletzten und verließ den Rasen erst nach einer Entschuldigung.
Sowohl persönlich als auch im Rahmen eines "Twitter"-Posts bekräftigte der gambische Nationalspieler seine Reue später nochmals. "Es war nicht meine Absicht, ich habe dich nicht gesehen. Ich hoffe, du nimmst meine Entschuldigung an. Ich wünsche dir schnelle Genesung", so Ceesay.
"Ziel, die Strafe zu reduzieren"
Die zuständigen DFB-Gremien interessierte die Entschuldigung des Angreifers offenbar nur bedingt. Der Kontrollausschuss des Verbandes plant, beim Einzelrichter eine Sperre von drei Ligaspielen zu beantragen. Die VfL-Verantwortlichen halten dieses Strafmaß für unangemessen. In einer Vereinsmitteilung heißt es: Dem Strafantrag "stimmt der VfL Osnabrück nicht zu mit dem Ziel, die Strafe zu reduzieren."