Osnabrück: Traore-Wechsel nach Heidenheim besiegelt
Omar Traore kann schon wieder einen Aufstieg feiern: Rund einen Monat nach der Rückkehr mit dem VfL Osnabrück in die 2. Liga hat der Abwehrspieler ein Angebot von Bundesliga-Neuling 1. FC Heidenheim angenommen.
"Tür bis zuletzt offengehalten“
An der Bremer Brücke bedauert Sportdirektor Amir Shapourzadeh den Verlust des rechten Außenverteidigers. "Wir waren mit Omar bereits seit Ende des vergangenen Jahres im Austausch, leider konnten wir ihn nicht von einem Verbleib beim VfL überzeugen. Deshalb haben wir nach dem Saisonende zweigleisig geplant, die Tür für Omar aber bis zuletzt offengehalten. Wir wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute“, sagte der Kaderplaner der Lila-Weißen bei der Bekanntgabe von Traores Abschied.
Als in Osnabrück geborenes Eigengewächs hatte Traore für den VfL auch emotional ein besonderes Standing. Nachdem der Deutsch-Togolese sich auf eine sechsjährige Wanderschaft mit Stationen beim Nachwuchs von Nachbar Eintracht Braunschweig, beim SV Rödinghausen und KFC Uerdingen vor zwei Jahren zu den Niedersachsen zurückgekehrt war, verlässt der 15-Jährige den Verein nun zum zweiten Mal.
Leistungsträger und Stabilitätsfaktor
In der abgelaufenen Spielzeit war der Defensivspieler ein absoluter Leistungsträger und Stabilitätsfaktor. Bei seinen 36 von 38 möglichen Drittliga-Einsätzen stand Traore sowohl unter Trainer Daniel Scherning als danach unter dem derzeitigen Chefcoach Tobias Schweinsteiger immer in den Anfangsformationen. Zu Osnabrück trug Traore außerdem drei Treffer sowie sechs Torvorlagen bei. Im Saisonverlauf fehlte Traore lediglich einmal wegen Hüftproblemen und einmal wegen einer Gelbsperre.
Aufgrund des Ablaufs seines Vertrags in Osnabrück am Monatsende wechselt Traore ablösefrei nach Heidenheim. Zu welchen Bedingungen sich der 25-Jährige dem Meister der abgelaufenen Zweitliga-Saison angeschlossen hat, ist noch nicht öffentlich bekannt. In Osnabrück kann sich Neuzugang Bashkim Ajdini (bisher SV Sandhausen) Hoffnungen auf Traores bisherige Position machen.