SCP verpasst die Überraschung: "Eine tragische Nacht"
Lange schnupperte der SC Paderborn an der Überraschung im DFB-Pokal. Doch trotz 1:0-Führung unterlagen die Ostwestfalen im Achtelfinale dem VfB Stuttgart ganz spät mit 1:2. "Es ist eine tragische Nacht geworden", so SCP-Coach Lukas Kwasniok.
"Hatten viel zu selten den Ball"
Kurioser hätte diese Partie am Dienstagabend nicht beginnen können. Mit einem Rekord-Eigentor aus 48,1 Metern brachte VfB-Verteidiger Konstantinos Mavropanos die Paderborner nach vier Minuten in Führung. Doch der schnelle Jubel sorgte nicht dafür, dass die Schwaben einbrachen - stattdessen übernahmen sie die Kontrolle, wenngleich die ganz dicken Chancen ausblieben.
"Wir hatten viel zu selten den Ball - das zeichnet uns ja eigentlich auch aus, mit dem Ball zu spielen", sagte Keeper Jannik Huth bei "Sky". Trainer Lukas Kwasniok hatte erkannt, dass seinem Team trotz des 1:0 "ein wenig der Mut" gefehlt hatte. "Wir hatten das Gefühl, dass man etwas verlieren könnte, dabei hatten wir gar nichts zu verlieren."
"Gegner war eine Klasse besser"
Dennoch hielt der Außenseiter leidenschaftlich dagegen und sah bis zu 86. Minute auch wie der Sieger aus. Doch VfB-Wintertransfer Gil Bastiao Dias sorgte per "Sonntagsschuss", so Kwasniok, für den Ausgleich. Die 17. Ecke der Stuttgarter in der fünften Minute der Nachspielzeit köpfte Serhou Guirassy ins Paderborner Gehäuse und sorgte für das Weiterkommen des Erstligisten.
Die Entstehung und der Zeitpunkt der Gegentore seit "bitter" gewesen, meinte der SCP-Coach. "Wenn du 86 Minuten leidenschaftlich verteidigen kannst, willst du das über die Ziellinie drücken." Er wollte seiner Mannschaft dennoch keinen Vorwurf machen. Sie hätte alles gegeben, "der Gegner war eine Klasse besser. Wir müssen uns schütteln, das aufarbeiten und daheim gegen Düsseldorf liefern".
Eine gute Sache hatte der Spielverlauf dann doch, auch wenn es nur ein ganz schwacher Trotz für die Mannen von der Pader war. "Wenn es etwas Gutes hat, dann, dass wir nur 90 Minuten spielen mussten und keine 120 Minuten, weil uns das gegen Düsseldorf zu sehr in den Beinen gesteckt hätte", sagte Kwasniok mit Blick auf das Heimspiel gegen die Rheinländer am Freitag.