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Party bis zum Morgengrauen: Kölner machten Nürnberg unsicher

Ob "Denn wenn et Trömmelche jeht" von De Räuber, "Superjeile Zick" von Brings oder das allseits beliebte "Viva Colonia" von Höhner in der Jukebox einer Nürnberger Bar zu finden waren? Das wissen nur die Kölner, die bis in den frühen Morgen ihren 4:0-Sieg in Fürth und den damit verbundenen Meistertitel in der 2. Bundesliga feierten. Auf eines mussten die Geißböcke aber ganz sicher nicht verzichten – genügend Kölsch war vorhanden.

"Gerade war etwas wenig Alkohol da"

"Genug Kölsch ist sowieso Pflicht", ließ Party-DJ Timo Horn gegenüber dem "Geissblog" wissen, nachdem der 1. FC Köln bis kurz vor Mitternacht die Kabinenparty im Fürther Stadion schmiss. Der 4:0-Sieg bei der Spielvereinigung war weniger euphorisch, aber viel mehr erleichternd für die Geißböcke, von denen der Aufstieg ohnehin schon vor der Saison erwartet wurde. Dennoch ließen sich die Kicker und Verantwortlichen des FC den Spaß am Feiern nicht nehmen, Teammanager Denis Lapaczinski musste beim örtlichen Caterer zwischenzeitlich für Nachschub an flüssiger Nahrung sorgen. "Gerade war etwas wenig Alkohol da, aber ich hoffe, dass der eine oder andere Kasten da sein wird, wenn ich in die Kabine komme", freute sich deshalb auch Marco Höger breit grinsend auf die Party in der Fremde.

Begleitet wurde die Partytruppe von einem Mix aus Schlager, Hip-Hop und Karnevalsmusik, auch die Darmstädter Hymne "Die Sonne scheint" wurde angespielt, um dem Liga-Konkurrenten für den Sieg gegen den Kölner Verfolger Union Berlin zu huldigen. Ursprünglich war zwar vorgesehen, denn Mannschaftsbus zum Partybus umzugestalten und noch in der Nacht die Heimfahrt zu bestreiten – doch wie auch Interimstrainer Andre Pawlak gerne zugab, war das Überbordwerfen der Pläne kein Problem: "Unser Partybus bleibt heute Nacht hier und wir feiern hier. Wir wissen noch nicht, wo es hingeht. Es wird eine lange Nacht und wir fahren zurück, wenn wir ausgeschlafen sind."

Trainingsfrei bis Donnerstag

Und so ging es für die Geißböcke nach Mitternacht in die Nürnberger Altstadt, wo sie laut "Geissblog" in der Szene-Bar "Harlem" bis in die frühen Morgenstunden feierten. "Wir werden in dieser Woche noch die eine oder andere Lokalität in Köln aufsuchen", kündigte Höger bereits an, dass die heimischen Fans sich durchaus bereit halten durften für weitere Feierlichkeiten. Die knapp 4.000 mitgereisten Kölner Gäste feierten derweil schon während des Spiels, sangen "Nie mehr 2. Liga" und befeuerten auch schon auf den "Europapokal". Erst am Donnerstag ist die nächste Trainingseinheit geplant.

Auch Sport-Geschäftsführer Armin Veh wird bei den Feierlichkeiten dabei gewesen sein, für den Manager stehen in den nächsten Tagen schon die ersten Entscheidungen im Planungsbereich des FC an. Beispielsweise, wer in der Bundesliga der Trainer der Kölner werden soll – Interimscoach Pawlak darf sich zumindest kleine Hoffnungen machen. Ein weiterer Kandidat wäre dem ZDF zufolge wohl Dieter Hecking, der den rheinischen Rivalen aus Mönchengladbach am Saisonende verlassen muss. "Je weniger ich zu tun habe, desto besser ist es doch", ließ sich Veh allerdings nicht in die Karten blicken. Fest steht wohl: die Bundesliga-Rückkehr wird mit einem Rekord-Etat von 50 Millionen angangen. Noch ein Grund zu feiern.