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St. Pauli will Hinrunde in Kiel veredeln: "Wir sind gewarnt"

© IMAGO / Oliver Ruhnke

Zum Jahresabschluss gastiert Herbstmeister FC St. Pauli am Freitagabend (18.30 Uhr) bei Holstein Kiel. Auch wenn die Gäste als Favorit ins Spielen gehen, warnt Pauli-Coach Timo Schultz vor der KSV Holstein und wird den Gegner nicht unterschätzen.

"Gefühl unterm Weihnachtsbaum so oder so sehr gut"

Egal wie dieses Spiel ausgeht. Die Kiezkicker haben bisher eine beeindruckende Saison hingelegt und werden auch definitiv als Tabellenführer in den Winterurlaub gehen. "Ich gehe natürlich immer lieber mit einem Sieg in die Pause rein. Wenn man das ganze Jahr und die Hinserie dieser Saison betrachtet, wird mein Gefühl unterm Weihnachtsbaum so oder so sehr gut sein", betonte auch der Trainer.

Trotz der sehr guten Ausgangssituation werde seine Mannschaft auch in der verbleibenden Rückrunde "als Underdog ins Aufstiegsrennen" gehen, so der 44-Jährige. Denn es gäbe "vier, fünf große Vereine in der Liga, die von vorneherein gesagt haben, dass sie aufsteigen wollen". Er und die Spieler der Kiezkicker seien in einer Situation, "die wir genießen wollen". Das Arbeiten im Training und während der Spiele komme aber nicht zu kurz. "Wenn meine Jungs Träume haben und euphorisch sind, dann finde ich das gut. Das Schöne an Träumen ist ja, dass sie auch wahr werden können". Er sei überzeugt, wenn Leistung und Euphorie aufrecht erhalten werden können, "dass wir in der Rückserie viele Spiele gewinnen werden. Dann schauen wir mal, was am Ende rauskommt".

"Wissen, dass die Kieler etwas underperformen"

Doch vorerst steht das Duell gegen die Kieler an, die als 15. nur vier Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz stehen. Dies sei durch die Enttäuschung der vergangen Saison (der Aufstieg gelang in der Relegation nicht) und einer kurzen Sommerpause zu erklären, meinte Schultz: "Sie haben zuletzt sehr konstante Leistungen gezeigt, regelmäßig gepunktet und sind dabei, sich ins Tabellenmittelfeld vorzuarbeiten." Der Gegner habe viel Qualität. "Wir sind gewarnt und wissen, dass die Kieler momentan etwas underperformen. Wir werden sie als Mannschaft sicherlich nicht unterschätzen."

Personell kann die Hamburger auf die gleichen Spieler wie beim 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf setzen. Dennoch könnte es Änderungen geben. "Wir haben ein paar Jungs hinten dran, die mit den Hufen scharren." Eine Trainingsgruppe von fast 30 Spielern zu haben, sei "zum Ende eines langen Jahres sicherlich außergewöhnlich und auch ungewöhnlich. Die Laufdaten in Düsseldorf mit deutlich über 120 Kilometern zeigen, dass wir noch nicht im Weihnachtsurlaub sind, sondern Vollgas bis zum Ende durchziehen". Das wird die Partie in Kiel zeigen.