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Per Option: Spätstarter Herbert Bockhorn bis 2022 in Bochum

© IMAGO / Chai v.d. Laage

Herbert Bockhorn hat sich zuletzt in der Anfangsformation des VfL Bochum festgespielt und startet als Profi-Fußballer erstmals voll durch. Per Klausel hat sich zudem der Vertrag des Außenbahnspielers beim Revierklub nun automatisch um ein Jahr verlängert.

"Konnte relativ schnell Fuß fassen"

Der Mann mit der Nummer Elf auf dem Rücken ist beim VfL Bochum auch weiterhin irgendwie ein Exot, obwohl der in Uganda geborene Offensivspieler die meiste Zeit seiner Karriere bereits in Deutschland verbrachte. Seit acht Partien in Folge verpasste Bockhorn kein einziges Zweitliga-Spiel der Bochumer mehr, bei denen er nun bis 2022 unter Vertrag steht. Eine Klausel im Vertrag des 26-Jährigen verlängerte das Arbeitspapier automatisch, wie der VfL auf seiner Homepage mitteilte.

Doch wieso ist Bockhorn ein Exot? Mit 26 Jahren ist er wohl eher der klassische Spätstarter, denn die Zeit beim VfL Bochum ist die erste Karrierestation mit mehreren Profi-Spielen in Folge für den Flügelspieler – und selbst hier lief es nicht reibungslos, wie Bockhorn selbst klarstellte: "Ich bin sehr froh, dass ich nach der schwierigen Einstiegsphase, mit meinem Verletzungspech, relativ schnell wieder Fuß fassen konnte." Zu Saisonbeginn verpasste Bockhorn verletzungsbedingt gleich sechs Partien. Zuvor kam er mit extrem wenig Spielpraxis nach Bochum.

Bockhorns erste Profi-Liga-Spiele

Von 2006 bis 2014 durchlief Bockhorn verschiedene Jugendabteilungen beim SV Werder Bremen, danach schloss er sich dem SC Wiedenbrück in der Regionalliga West an. Drei Jahre lang ging es danach bei Borussia Dortmund II in derselben Spielklasse weiter, bevor Ex-Förderer Jan Sievert den Außenbahnspieler nach England zu Huddersfield Town lockte. Dort absolvierte Bockhorn in der Saison 2019/20 gerade einmal 90 Einsatzminuten.

VfL-Sportgeschäftsführer Sebastian Schindzielorz kennt die Schwierigkeiten, mit denen sich Bockhorn in seiner Karriere herumschlug – vor allem in der jüngeren Vergangenheit. "Seitdem entwickelt er sich kontinuierlich weiter", lobte der Ex-Profi den aktuellen Stammspieler der Bochumer, mit dem sie nun in der kommenden Saison planen können. Und auch Bockhorn hat Bock: "Ich fühle mich hier sehr wohl und habe richtig Lust, mit der Mannschaft noch viel zu erreichen."