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Pieringer erwischt Traumstart: "Souverän und bravourös gelöst"

© IMAGO / Jan Huebner

Der SC Paderborn ließ im DFB-Pokal nichts anbrennen und holte sich einen 10:0-Sieg bei Einheit Wernigerode. Auffälligster Spieler bei den Ostwestfalen war Marvin Pieringer, der erst zwei Tage vor dem Pokalspiel an die Pader wechselte und direkt in der Startelf stand. Der 22-Jährige schnürte einen Viererpack.

"Wäre kein Fehleinkauf gewesen"

Wenige Minuten vor der Pause jubelte Marvin Pieringer zum ersten Mal im Trikot des SC Paderborn. Eigentlich war der Pass von Julian Justvan auf den neuen Mittelstürmer zu kurz geraten, doch die Kugel rutschte zum 22-Jährigen durch und direkt im ersten Pflichtspiel konnte Pieringer seinen Torriecher beweisen. Es war bereits der dritte Treffer des haushohen Favoriten gegen den Oberligisten, im zweiten Abschnitt kamen noch sieben weitere Tore hinzu. "Wir haben die Aufgabe souverän und bravourös gelöst. Das wünscht man sich vor dem Spiel immer, dass es so läuft, wie es gelaufen ist", fasste sich Lukas Kwasniok in seinem Fazit kurz.

Insgesamt schnürte Pieringer am Ende einen Viererpack, sorgte mit seinem Tor in der letzten Minute für ein zweistelliges Ergebnis. "Wenn er heute ohne Tor herausgegangen wäre, dann wäre er ja nicht sofort ein Fehleinkauf", lächelte Kwasniok über die Frage hinweg, wie er das Debüt des Neuzugangs bewertete. Klar ist nur, dass Felix Platte (Erkältung) in den kommenden Tagen zurückkommen wird und ein harter Konkurrenzkampf in der Paderborner Offensive vorprogrammiert ist. Ein wichtiger Faktor für Kwasniok: "Die Qualität ist nicht nur auf die ersten elf Spieler ausgelegt, sondern auf den ganzen Kader."

SCP knackt eigenen DFB-Pokalrekord

Zum Leidwesen von Wernigerode, die sich dem Zweitligisten chancenlos ergeben mussten. "Mit den ersten zwei Aktionen führen wir gleich 2:0 und unter dem Strich haben wir auch verdient in der Höhe gewonnen", analysierte Kwasniok schonungslos. Was nach einem 10:0-Sieg auf dem Papier einfach aussieht, war für den Cheftrainer keine Selbstverständlichkeit. "Das zeigt den Geist der Mannschaft", erklärte der SCP-Coach gewissenhaft. "Da war auch nicht irgendwie eine Warnung vor dem Spiel von Nöten gewesen. Die Jungs sind absolute Profis."

Ein frühzeitiges Aus beim Oberligisten war daher ausgeschlossen. Im DFB-Pokal war es zugleich der höchste Sieg der Paderborner in der Vereinsgeschichte, gleichgesetzt mit einem weiteren 10:0-Sieg gegen Rot-Weiss Ahlen in der Saison 2011/12. Damals trug sich Matthew Taylor mit drei Treffern in die Torschützenliste ein. Sommer-Neuzugang Marvin Pieringer setzte dem noch einen drauf.