Plan ging nicht auf: Hansa erlebt "bitteren Nachmittag"
Nach zuletzt vier Punkten aus zwei Spielen gab es für den F.C. Hansa Rostock am Samstag zu Hause gegen den SC Paderborn nichts zu holen. Die Kogge unterlag mit 0:3. Trainer Jens Härtel, der erstmals gegen Paderborn verlor, empfand die Niederlage als zu hoch und wollte seinen Spielern keinen großen Vorwurf machen.
"Die erste 15 Minuten gar keinen Zugriff"
Der Plan war von Beginn an klar zu erkennen: Hauptsache gegen die starke Offensive der Ostwestfalen stabil stehen, keine Fehler machen, wenig zulassen. Dementsprechend agierte Hansa trotz eines Heimspiels sehr tief stehend, überließ den Gästen weitestgehend den Ball und wollte ihnen mit Kompaktheit die Lust am Spiel rauben. "Die erste 15 Minuten hatten wir gar keinen Zugriff, haben aber gar nichts zugelassen und es gut wegverteidigt", hielt Hansa-Coach Jens Härtel fest.
Doch nach 19 Minuten fand der SCP eine Lücke, Ron Schallenberg knallte den Ball aus 20 Metern in die Maschen. Beim ersten Gegentor sah Härtel aber eine kräftige Mithilfe seiner Spieler, da Frederic Ananou den Ball zentral wegköpfte, wo der Torschütze stand, "der den Ball überragend trifft". Und deshalb sei etwas passiert, "was nicht passieren darf, dass du gegen Paderborn hinten liegst".
Doch nach rund einer halben Stunde kam die Kogge besser in die Partie, hatte nicht mehr so schnelle Ballverluste und dadurch auch Möglichkeiten. "Wir haben dann zwei, drei Konterchancen, mit denen du den Ausgleich machen und dich belohnen musst. Dann wäre es ein anderes Spiel geworden." Doch Svante Ingelsson (39./41.) hatte nicht die nötige Genauigkeit bei seinen Abschlüssen.
Resultat "ein, zwei Tore zu hoch"
Im zweiten Durchgang hätte sein Team einen "guten Zugriff gehabt", wie Härtel meinte. "Wir haben das Spiel gemacht, was wir uns von Anfang an vorgestellt hatten." Doch der Lohn blieb aus, Robert Leipertz (80.) und Marvin Pieringer (88.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Das Resultat sei "ein, zwei Tore zu hoch" ausgefallen, so Härtel, der im achten Spiel erstmals gegen die Ostwestfalen verloren hat. "Aber das passiert im Fußball. Ganz viele Vorwürfe kann ich den Jungs nicht machen. Klar, sie haben Fehler gemacht, aber die machen sie nicht mit Absicht."
Das 0:3 klinge frustrierend, und die Stimmung in der Kabine sei aufgrund des hohen Aufwands dementsprechend schlecht. "Es war für uns am Ende ein sehr bitterer Nachmittag." Aber: "Wir für uns müssen sagen, dass es nicht ganz so deutlich war. Das müssen wir auch so ansprechen und analysieren. Wir können nicht sagen, dass nicht alle alles gegeben hätten." Bereits am Freitag geht es für die Kogge gegen Greuther Fürth weiter.