Positive Entwicklung: Hansa senkt Schulden um ein Drittel
In der 2. Bundesliga steht der F.C. Hansa Rostock unmittelbar vor dem Klassenerhalt und kann drei Spieltage vor dem Saisonende nun auch aus finanzieller Sicht positive Ergebnisse präsentieren. Wie der Verein am Donnerstag bekanntgab, konnte die Kogge in der laufenden Spielzeit weitere Fremdverbindlichkeiten tilgen und darüber hinaus sogar einen Schuldenerlass in nicht unbeträchtlicher Höhe erwirken.
Schuldentilgung und Schuldenerlass
Der F.C. Hansa Rostock kann nach einer starken Rückrunde bereits drei Spieltage vor dem Saisonende mit einer weiteren Spielzeit in der 2. Bundesliga rechnen und darf sich somit über eine gewisse Planungssicherheit freuen. Zudem wartete die Kogge in einer Mitteilung am Donnerstag mit einer positiven Meldung aus dem Finanzsektor auf. Wie der Zweitligist nämlich mitteilte, konnten durch einen Rekord-Umsatz und die guten wirtschaftlichen Ergebnisse der vergangenen Jahre die bestehenden Darlehensschulden des Vereins mit einer Sondertilgung erheblich gesenkt werden. So habe es eine außerordentliche Rückzahlung in Höhe von 2,1 Millionen Euro durch die F.C. Hansa Rostock GmbH & Co. KGaA sowie 1,9 Millionen Euro durch die Ostseestadion GmbH & Co. KG gegeben.
Darüber hinaus habe man mit der Obotritia Capital KGaA zusätzlich noch einen erheblicher Schuldenschnitt vereinbart, wobei es sich um einen Schuldenerlass für die Ostseestadion GmbH & Co. KG in Höhe von 3 Millionen Euro handeln soll. "Nach der harten Sanierungs- und Konsolidierungsphase ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, die Neuverschuldung des Vereins zu stoppen und zugleich die Entwicklung unserer Geschäftsfelder enorm voranzutreiben sowie entsprechende Erlöse zu generieren. Nun sind wir in einer Phase, in der wir nach und nach unsere noch bestehenden Verbindlichkeiten abbauen wollen", wird Hansas Vorstandsvorsitzender Robert Marien dazu zitiert.
Schuldenabbau bleibt "Kernaufgabe" des Vereins
Zuletzt hatte Hansa unter anderem bereits die Fananleihe in Höhe von 418.000 Euro sowie die letzte Rate der Rückzahlung an den ehemaligen Hansa-Vermarktungspartner "Infront" für ein Darlehen in Höhe von 600.000 Euro beglichen. "Neben der sportlichen und wirtschaftlichen Etablierung in der 2. Liga und unseren großen Infrastrukturprojekten wird der Schuldenabbau eine der Kernaufgaben in den kommenden Jahren sein. Diese positive Entwicklung ist insbesondere durch den starken Zusammenhalt aller Beteiligten möglich gewesen und wird auch weiterhin eine wesentliche und wichtige Voraussetzung sein, um diesen Kurs halten zu können", so Marien weiter über die gute Entwicklung Hansas in den vergangenen Jahren.