Pyro-Eskalation: Über 100.000 Euro Strafe für Fürth und Nürnberg

Das skandalöse und gefährliche Verhalten ihrer Fans kommt die SpVgg Greuther Fürth und den 1. FC Nürnberg sehr teuer zu stehen. Wegen der zumindest teilweise gefährlichen Pyro-Eskalation ihrer Anhänger beim Derby Anfang Februar in Fürth verhängte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen beide Vereine Geldstrafen in Höhe von insgesamt mehr als 100.000 Euro.

"Club“ muss mehr als doppelt soviel wie Fürth zahlen

Wegen der besonders überzogenen Disziplinlosigkeiten von "Club“-Anhängern muss Nürnberg den Löwenanteil der Bußgelder berappen: Nicht weniger als 73.950 Euro muss der frühere Rekordmeister an den DFB überweisen, kann den Zahlbetrag allerdings um ein Drittel gegen Nachweis von infrastrukturellen und sicherheitstechnischen Maßnahmen in Höhe von 24.650 reduzieren.

Losgelöst von Nürnberg betrachtet hat auch Fürth immer noch tief in die Tasche zu greifen. 29.250 Euro Strafe lautete das Urteil für das "Kleeblatt“, das die Buße ebenfalls auf zwei Drittel des Ursprungsbetrags drücken kann.

Beim brisanten Derby hatten die Fans beider Lager den Innenraum des Stadions erheblich eingenebelt. Auf beiden Rängen zündeten Anhänger Pyrotechnik und sorgten für dichte Qualm- und Rauchentwicklung in de Arena. Wegen der mangelnden Sicht auf dem Spielfeld konnte die Begegnung erst mit zweiminütiger Verzögerung angepfiffen werden. Im Spielverlauf trieben die Feuerteufel auf den Rängen immer weiter.

Sowohl gegen Fürth als auch gegen Nürnberg ergingen die Richtersprüche wegen Erfüllung des verharmlosend klingenden Tatbestandes "unsportliches Verhalten" der Anhänger. Der DFB-Kontrollausschuss hatte Nürnberg die Zündung von 95 pyrotechnischen Gegenständen "vor und während" der Begegnung durch FCN-Fans sowie eine Mitverantwortung für den verspäteten Spielbeginn vorgeworfen. Fürth war wegen 47 ähnlichen Fällen "vor, während und nach“ der Partie und ebenfalls einer Teilverantwortung für den verzögerten Anstoß angeklagt worden.

 

 

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