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Pyrotechnik und Böllerwurf: Dresden muss 21.200 Euro zahlen

© imago images / Steffen Kuttner

Am Deadline-Day muss die SG Dynamo Dresden ziemlich genau 21.200 Euro zahlen – allerdings nicht für einen Spielerwechsel, sondern an den Deutschen Fußball-Bund. Mit diesem Urteil reagiert das Sportgericht des DFB auf Vorkommnisse des Dresdener Anhangs in den Spielen gegen Wiesbaden und Nürnberg.

Gäste-Keeper verletzt

Für den Einsatz von pyrotechnischen Gegenständen im Dresdener Fanblock in den Partien am 13. und 18. Spieltag der laufenden Saison rechnete sich die SG Dynamo sicherlich schon eine entsprechende Strafe aus, doch wirklich gefährlich wurde spätestens ein Böllerwurf auf das Spielfeld während des Wiesbaden-Spiels. Als sei der unerlaubte Einsatz von Pyrotechnik nicht schon gefährlich genug, explodierte ein Böller in unmittelbarer Nähe von Gäste-Keeper Lukas Watkowiak und verletzte den Schlussmann aus Wiesbaden. Die Partie wurde anschließend für drei Minuten unterbrochen – und kostet den Klub nun 21.200 Euro.

Ermittlung des Täters

Dass der Dresdener Anhang mit dieser Aktion selbst nicht einverstanden war, bewiesen die Zuschauer unmittelbar vor Ort – mehrere Anhänger stellten den Böllerwerfer und hinderten ihn an der Flucht. In enger Zusammenarbeit mit dem Verein identifizierte die Polizei den Täter, der wegen schwerer Körperverletzung angeklagt wurde. Außerdem leitete die SGD ein bundesweites Stadionverbotsverfahren ein und meldete Schadensersatzansprüche an. Dem Urteil des Sportgerichts stimmte der Klub bereits zu.