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Rehm glaubt an verborgene FCI-Qualität: "Starten bei Null"

© IMAGO / Stefan Bösl

Der FC Ingolstadt steckt ohne Aussicht auf Besserung am Tabellenende fest. Neu-Cheftrainer Rüdiger Rehm ordnet daher ausschließlich den Blick auf die Rückrunden-Tabelle an. Im Heimspiel gegen Dynamo Dresden (Samstag, 13:30 Uhr) wird daher sprichwörtliche bei Null gestartet – und abgerechnet erst am Ende.

Rehm will zurück in die Spur

Sieben Punkte aus der Hinrunde, dazu zwölf Spiele in Folge ihne Sieg. Die Schreckensbilanz der Schanzer ist auch Cheftrainer Rüdiger Rehm bekannt, der jedoch nicht mehr auf das aktuelle Tableau schauen will. "Bei uns geht es nur darum, wieder in die Spur zu kommen", kündigt der 43-Jährige zum Auftakt der zweiten Halbserie an. "Die einzige Tabelle, auf die meine Spieler schauen dürfen, ist die Rückrundentabelle. Wir starten am Samstag bei Null, und dann schauen wir, was am Ende rauskommt."

Hilft der psychologische Vorsatz, um den Druck und den Ballast aus den Köpfen seiner Spieler zu bekommen? "Wir sehen viele positive Sachen", stärkt Rehm seinen Spielern den Rücken. Ausblenden kann er die Probleme der Schanzer allerdings nicht vollständig. "Das Entscheidende ist, dass wir vorne zu viel liegen lassen und hinten zu viel Klares zulassen. Das sprechen wir an und wollen wir besser machen. Sonst wird es nichts mit den Punkten, die wir brauchen", hält der neue Übungsleiter fest. Gleichzeitig macht Rehm damit deutlich, dass der Kampf um den Klassenerhalt längst nicht aufgegeben ist.

Kein Trainingslager im Winter

Ein guter Auftakt in der Rückrunde könnte entscheidend werden, um das Punktekonto vor dem Jahreswechsel wenigstens auf eine zweistellige Zahl zu bringen. Dazu benötigt es jedoch einen Sieg gegen Mit-Aufsteiger Dresden, der zuletzt einen starken Lauf mit drei Siegen aus vier Spielen zeigte. "Wir müssen versuchen, Dynamos Pressing ins Leere laufen zu lassen, ihre Aktivität in die Tiefe und Konter verhindern", gibt Rehm als Matchplan vor. Der 43-Jährige glaubt an eine Qualität in seinem Team, die bislang verborgen blieb: "Das muss sich das Team vorwerfen lassen."

Ein Fitnessproblem machte Rehm dagegen nicht innerhalb der Mannschaft aus. "Da haben meine Vorgänger gute Arbeit geleistet", lobt er die Arbeit von Roberto Pätzold und André Schubert. "Der ein oder andere kommt aus einer Verletzung beziehungsweise Corona zurück, da müssen wir natürlich etwas aufbauen. Aber auch bei härteren Einheiten machen die Jungs einen guten Eindruck. Keine Fitness-, sondern eine Überzeugungsproblematik." Und diese Überzeugung will Rehm nun seiner Mannschaft geben. Abgesehen von Caniggia Elva (Knieverletzung), Fatih Kaya (Sprunggelenkssprengung), Tobias Schröck (Adduktorenverletzung) und Yassin Ben Balla (Muskelverletzung) steht ihm dafür jeder Akteur zur Verfügung. Ein Trainingslager zur Winter-Vorbereitung wird es derweil aus Zeitgründen nicht geben.