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Rehm nach Einstandspleite: "Es gibt keine Mission impossible"

© imago-images / Eibner

Mit kernigen Worten hat sich der neue Trainer Rüdiger Rehm bei Schlusslicht FC Ingolstadt trotz der verlängerten Misere demonstrativ um Zuversicht für den Kampf gegen den Abstieg bemüht. Nur Optimismus alleine jedoch dürfte den Schanzern nach der 1:2-Heimpleite zum Abschluss einer völlig misslungenen Hinrunde gegen Hannover 96 kaum noch zum Klassenerhalt reichen.

"Mannschaft gibt sich nicht auf“

Rehm wollte sich nach seinem erfolglosen Einstand durch Ingolstadts erschreckend Negativserie von mittlerweile zwölf Begegnungen ohne Sieg nicht beeindrucken lassen. "Es gibt im Fußball keine Mission impossible – jede Mission ist möglich“, sagte der schon dritte Trainer des abgeschlagenen Aufsteigers in der laufenden Saison auf der Pressekonferenz mit Trotz.

Adressat seiner durchaus als gewagt einzuschätzenden Situationsanalyse war erkennbar weniger die Öffentlichkeit als vielmehr seine neue Mannschaft. Durch weitere Komplimente warb Rehm trotz der misslichen Lage seines neuen Arbeitgebers um Vertrauen seiner Spieler für die schwierige Rückrunde: "Es war zu sehen, dass sich die Mannschaft nicht aufgibt und nicht einfach nur Bälle durch die Gegend bolzt. Die Mannschaft hat sich gewehrt“, streichelte der Nachfolger des glücklosen Andre Schubert mit Blick nicht zuletzt auf den zwischenzeitlichen Ausgleich von Marcel Gaus (29.) die geschundenen Spieler-Seelen.

Den richtigen Ton hat der 43-Jährige an seinen ersten Arbeitstagen offenbar jedenfalls getroffen. "Sein Feuer ist richtig rübergekommen. Jeder in der Truppe war motiviert und hat gebrannt“, beschrieb FC-Profi Patrick Schmidt auf der Vereinshomepage seine ersten Eindrücke vom neuen "Chef“.

"Erfolg braucht Arbeit und Zeit“

Auch für das nächste von voraussichtlich noch 17 verbleibenden Endspielen im Abstiegskampf im letzten Spiel des Jahres zum Rückrunden-Start am Samstag gegen Mitaufsteiger Dynamo Dresden setzt Rehm offenkundig zunächst weiter auf mentale Effekte: "Es wird zuerst darum gehen, die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen“, beschrieb der Coach seinen Adhoc-Plan.

In der anschließenden Winterpause muss Rehm allerdings auch die Stellschrauben für die notwendigen Verbesserungen finden: "Erfolg braucht Arbeit und Zeit, auch wenn wir nicht viel Zeit haben.“

Tastsächlich sollte Ingolstadt lieber noch heute als erst morgen die Wende einleiten. Vor ihrem bislang letzten Zweitliga-Abstieg 2019 hatten die Schanzer im ersten Saisonabschnitt drei Punkte mehr gesammelt und weniger Rückstand auf die Konkurrenz – und erreichten immerhin noch die Relegation, in der jedoch Rehm mit Wehen Wiesbaden den Ingolstädter Absturz in die 3. Liga besiegelte.