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Rückendeckung von Kind: "Sind von der Sportlichen Leitung überzeugt"

© IMAGO / Zink

Alles neu bei Hannover 96, doch bislang bleibt der Ertrag daraus aus. Nach der 1:3-Niederlage gegen Regensburg taumeln die Niedersachsen weiterhin durch die Saison. Nun gab es Rückendeckung für die Sportliche Leitung von 96-Geschäftsführer Martin Kind. Ruhiger wird es dadurch in Hannover wohl nicht.

"Diese Zeit nehmen wir uns"

Seit dem Bundesliga-Abstieg vor über zwei Jahren haben sich die Niedersachsen mehrfach die Finger in Personalentscheidungen verbrannt, um den Klub wieder in die Spur zu bringen. Auch der Neuaufbau mit Cheftrainer Jan Zimmermann und Sportdirektor Marcus Mann im vergangenen Sommer trägt noch nicht die erhofften Früchte. Stattdessen steht Hannover 96 nach der sechsten Saisonniederlage in Regensburg nur noch zwei Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz.

"Wir sind von der Sportlichen Leitung überzeugt und werden diesen Weg gemeinsam gehen", stellte 96-Geschäftsführer Martin Kind unmissverständlich in der "Bild"-Zeitung klar. Ein erneuter Neuaufbau kommt drei Monate nach Saisonstart nicht in Frage, zumal der "vollständige Neuaufbau" im vergangenen Sommer "notwendig" war. Aber Kind räumt ein: "Er scheint mehr Zeit in Anspruch zu nehmen, als wir alle erwartet haben. Diese Zeit nehmen wir uns." Dadurch soll Hannover zum Saisonziel geführt werden – ein "sicherer, mittlerer Tabellenplatz".

Konstanz nur über Ergebnisse

Wieviel Rückendeckung Zimmermann und Mann durch Kinds Worte wirklich bekommen, ist unklar. Fakt ist, dass Hannover den dritten Trainer und den dritten Sportdirektor binnen 27 Monaten in der Sportlichen Leitung hat. Konstanz wird der Klub nur über Ergebnisse erreichen – und die sprachen zuletzt nicht für die Niedersachsen. Ein Punkt aus den letzten vier Spielen lässt die Sorgen wachsen. Sportdirektor Mann schützt die Mannschaft: "Bei Einstellung und Laufbereitschaft kann man den Jungs keinen Vorwurf machen. Aber wir müssen unsere Energie an der richtigen Stelle einsetzen. Wir müssen konsequenter und dreckiger sein in den Aktionen."

Zwischenzeitlich zeigte das Team von Zimmermann, zu was es in der Lage wäre. Siege gegen Heidenheim (1:0), St. Pauli (1:0) und Kiel (3:0) folgten in kurem Abstand zueinander. Das Team, das mit zehn Neuzugängen neu zusammengestellt wurde, schien zu funktionieren. Doch auch Mittelfeldspieler Sebastian Kerk äußerte sich anhand der letzten Ergebnisse kritisch: "So gewinnt man kein Spiel in der zweiten Liga." Im Pokal geht es nun gegen Liga-Rivale Düsseldorf (Mittwoch, 20:45 Uhr), danach winkt ein Kellerduell mit Aue (Samstag, 13:30 Uhr). "Wir dürfen nicht die Nerven verlieren. Aber wir dürfen die Situation auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Das wäre ein großer Fehler", warnte Mann dahingehend. Andernfalls könnte auch Kinds Rückendeckung schnell schwinden.