Schernings Appell ans Team: "Wir erwarten keine Wunderdinge"
Unter Daniel Scherning erlebte Arminia Bielefeld zunächst einen kleinen Aufschwung, doch zwei Niederlagen haben die Ostwestfalen wieder ans Tabellenende geschleudert. Vor dem Topspiel am Samstagabend (20:30 Uhr) in Hannover appelliert der Cheftrainer an die Spieler, dass der Karren nur gemeinsam aus dem Dreck gezogen werden kann. Besonders den Fans sei man das schuldig.
Scherning fordert aktivere Phasen
Ein Sieg könnte der Arminia bereits reichen, um die Abstiegsplätze wieder zu verlassen. Dafür muss aber nicht nur die Konkurrenz mitspielen, sondern Bielefeld erst einmal die eigenen Hausaufgaben erfüllen. "Wir brauchen Mut und Überzeugung – das haben wir gegen den KSC im zweiten Abschnitt gesehen", fordert DSC-Cheftrainer Daniel Scherning nach dem letzten Auftritt im Heimspiel mit Karlsruhe (1:2). Eine erneute Negativserie darf sich die Arminia kaum mehr erlauben, weswegen nach zwei Niederlagen am Stück nun schon wieder der Trendwechsel folgen muss.
Das KSC-Spiel soll als Beispiel dienen. "Nach der Pause waren wir wesentlich aktiver und haben das 1:1 erzielt. Davon brauchen wir morgen deutlich längere Phasen, in denen wir das Spiel aktiver gestalten", wertete Scherning die positiven Aspekte der vergangenen Partie auf. Im Topspiel mit Hannover 96, die ebenfalls zwei Niederlagen im Rücken mit sich schleppen, soll es auf eine gute Mischung in der eigenen Spielweise ankommen: "Tief stehen, um vorne Räume zu schaffen und auch mal hoch pressen. Für mich ist nicht die Höhe der Kette entscheidend, sondern die Kompaktheit und die Abstände zwischen den Ketten."
"Chance ergreifen, wenn sie da ist"
Ob Schernings Erfolgsrezept aufgeht? Das können nur die Spieler auf dem Rasen beantworten. Der 38-Jährige appellierte an seine Mannschaft, dass vor 4.000 mitreisenden Fans niemand zurückschrecken darf. "Wir sind verpflichtet, bessere Ergebnisse und Leistungen zu liefern. Wir wissen, das uns uns unsere Fans immer unterstützen, es wird ein Flutlichtspiel in einem tollen Stadion", erklärt Scherning emotional. "Am Freitagmorgen standen 20 Spieler auf dem Platz, jeder hat den Anspruch, für Arminia zu spielen: Ich erwarte von den Spielern, dass sie die Chance ergreifen, wenn sie da ist."
Berzichten muss der Fußballlehrer lediglich auf Stefanos Kapino (Aufbautraining) und Frederik Jäkel (Gehirnerschütterung). Auch Bastian Oczipka muss wegen muskulären Problemen noch "weiterhin kürzer treten", während Fabian Klos (Oberschenkelverletzung) und Lukas Klünter (muskuläre Probleme) zumindest wieder Teile des Mannschaftstrainings absolviert haben - eine Option für Samstag sind beide Akteure jedoch nicht. Für den Rest gilt: "Wir erwarten keine Wunderdinge, sondern Mut, Konsequenz und Emotionalität – in guten, wie in schlechten Phasen. So können wir uns in ein Spiel arbeiten, nur gemeinsam. Das weiß die Mannschaft auch."