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Schieles Debüt misslingt: SVS kassiert vier Tore nach Führung

© imago images / foto2press

Nach 117 Spielen als Trainer der Würzburger Kickers feierte Michael Schiele nun sein Debüt beim SV Sandhausen am vergangenen Wochenende. Die Elf vom Hardtwald kassierte dabei allerdings eine empfindliche 1:4-Pleite gegen Erzgebirge Aue. Doch das Ergebnis kommt nicht von der Verunsicherung der Mannschaft, dessen war sich der Coach nach der Partie sicher.

"Tore selbst eingeschenkt"

Diese Luftveränderung nach drei Jahren in Würzburg hatte sich Michael Schiele sicherlich anders vorgestellt, denn zum Debüt schenkte der FC Erzgebirge Aue der Hardtwälder Elf gleich vier Buden ein. "Es ist sehr hoch ausgefallen, aber schon auch verdient", urteilte der neue Coach an der Seitenlinie nach seinem ersten Auftritt. Ganz unbeteiligt war die eigene Mannschaft an diesem Ergebnis nicht, wie Schiele fand: "Wenn wir uns die Tore heute selbst eingeschenkt, wo wir uns gegenseitig gestört haben und nicht miteinander kommuniziert haben, dass wir sie richtig klären. Das waren drei Tore."

Eine Verunsicherung habe er bei seiner Mannschaft nicht gesehen, zumal der SVS das zweite Tor nach dem Elfmetertreffer durchaus hätte nachlegen können. Selbst nach dem 1:1-Ausgleich war die Möglichkeit zur erneuten Führung vom Punkt da. Dass dann wiederum nach Rückstand die "Gedanken in die Köpfe kommen", das sei für Schiele völlig normal. "Wir waren trotzdem einigermaßen gut im Spiel", betonte der 42-Jährige.

Treffen mit Ex-Klub steht an

Insgesamt war die 1:4-Niederlage gegen Aue bereits das sechste Spiel in Folge ohne einen Sieg. Die Alarmglocken am Hardtwald schrillen. "Wir haben uns alle mehr vorgestellt, aber es waren auch positive Dinge drin. Daran werden wir uns hochziehen", machte Schiele Mut für die kommenden Auftritte, die der SVS gegen Fürth, Hamburg und Kiel bestreiten muss. Davor kommt es allerdings noch zum Wiedersehen mit den Würzburger Kickers. Die psychologische Komponente nach der deutlichen Schlappe sei "natürlich nicht fördernd", aber Schiele kündigte bereits knallharte Analysen an. Die Marschroute ist klar: "Wir müssen gefährlicher werden und die Box besetzt haben, um besser zum Abschluss zu kommen." Das am besten schon am kommenden Spieltag.