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Schieles SVS-Start: "Keine Möglichkeit mehr, sich zu verstecken"

© imago images / foto2press

Michael Schiele ist zurück in Sandhausen und tritt dort die Nachfolge von Uwe Koschinat als Cheftrainer an. Der Ex-Profi war zuletzt zu Zeiten der Oberliga am Hardtwald, bekam von den SVS-Verantwortlichen aber sofort das Vertrauen ausgesprochen. Nun konnte sich der Übungsleiter einen ersten Eindruck von seinem neuen Team verschaffen.

Schiele hat Aue im Blick

32 Oberliga-Spiele absolvierte Michael Schiele einst selbst für den SV Sandhausen, nun kehrt er als Cheftrainer an den Hardtwald zurück. Keine 48 Stunden lagen zwischen der Entlassung von Uwe Koschinat und der Einstellung seines Nachfolgers, was für den neuen Mann eine Sache des entgegengebrachten Vertrauens war: "Das hat mir ein gutes Gefühl gegeben, deswegen sind wir uns in dieser Woche auch schnell einig geworden."

Zu Saisonbeginn startete Schiele noch mit zwei Niederlagen als Coach der Würzburger, jetzt gelang ihm persönlich bereits der Sprung auf Platz 15. Eine Platzierung, die dem SVS aber nicht ausreichend ist – und Schiele gewährte Einblicke in seine ersten Eindrücke vom Team: "Wir haben die Einheiten, die wir in dieser Woche auf dem Platz gemeinsam absolviert haben, genutzt, um uns intensiv auf das Spiel gegen Aue vorzubereiten." Mit dem Gegner hatte sich derweil das Trainerteam unter der Woche beschäftigt, für Schiele stehen nun Einzelgespräche an. Vor Augen hat der neue Coach nur die nächste Begegnung: "Im Abschlusstraining wird es darum gehen, die Spieler final auf die Partie einzustellen."

Bewusste Entscheidung für SVS

Von der Qualität der Mannschaft ist Schiele bei seiner Vorstellung schon überzeugt. Das Team habe darüberhinaus "einen guten Charakter und ist sehr wissbegierig". Diese Erkenntnisse zog der 42-Jährige bereits aus der ersten Trainingseinheit, wie er auf der Homepage des SVS beschrieb. Dort kam auch Präsident Jürgen Machmeier zu Wort, der sich noch einmal zur Trainerfindung äußerte. Seit dem Aufstieg im Sommer 2012 standen fünf verschiedene Coaches an der Seitenlinie, Schiele ist die Nummer sechs: "Wir haben einen Trainer gesucht, dessen Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist, der seine Qualitäten allerdings auch schon nachgewiesen hat."

Dazu, ähnlich wie bei der Spielersuche, sollte sich der neue Coach bewusst für den SVS entscheiden, "obwohl er auch noch andere Optionen auf dem Tisch gehabt hätte". Dies war nun scheinbar bei Schiele der Fall, der vor zwei Wochen noch beim MSV Duisburg in der 3. Liga im Gespräch war. Gleichzeitig nahm Machmeier jetzt aber auch die Mannschaft in die Pflicht: "Wenn es zu einem solchen Schritt kommt, trägt die Mannschaft immer eine große Mitschuld. Es gibt jetzt keine Möglichkeit mehr, sich zu verstecken." Gegen Aue müssen sich die Akteure beweisen.