• Facebook
  • Twitter

Schmidt-Serie reißt bei Hartmann-Abschied: "Es hört sich bitter an"

© IMAGO / Picture Point LE

Zum ersten Mal ging Alexander Schmidt als Cheftrainer von Dynamo Dresden mit einer Niederlage vom Platz. Im Heimspiel gegen Paderborn (0:3) traf die SGD auf einen "total cleveren und abgezockten" Gegner, der das Konzept der Sachsen bereits in der ersten Halbzeit über den Haufen warf. Nach der Länderspielpause geht es dann ohne die Schmidt-Serie weiter.

Entscheidung nach 30 Minuten

Sechs Gegentore hat Alexander Schmidt wettbewerbsübergreifend als SGD-Cheftrainer kassiert. Drei davon bei der 0:3-Niederlage gegen Paderborn. Bis dahin war der 52-jährige Aufstiegstrainer noch ungeschlagen, sodass die Erfolgsserie von zwölf Spielen ohne Niederlage erst jetzt ein Ende fand. Trotz des "nackten Ergebnis von 0:3" fühlte sich der Übungsleiter aber "nicht extrem unterlegen". Drei Wochen nach dem Dresdner Sieg im Pokalspiel gegen Paderborn spielte der Gegner allerdings groß auf.

"Man muss ganz klar anerkennen, dass Paderborn eine sehr gute individuelle Klasse hat. Ich will ihre Leistung nicht schmälern", analysierte Schmidt in der Pressekonferenz nach der Partie. Auch deshalb könne er seiner Mannschaft nicht viel vorwerfen. "Es war nicht so, dass wir pomadig waren oder nicht hingegangen wären", lobte der Cheftrainer, dass sich seine Mannschaft nach den drei frühen Gegentreffern (8., 24., 26.) nicht hängen ließ. "Es hört sich bitter an, aber ich kann keinen Vorwurf machen. Natürlich gibt es sportlich etwas zu verbessern."

"Musste korrigieren"

Dass der Einsatzwille und die Leistungsbereitschaft gestimmt haben, honorierte auch das Publikum. "Es war genauso, wie man es mir vorher beschrieben hat. Wenn die Fans sehen, dass die Mannschaft jeden Zweikampf zu 100 Prozent bestreitet, dann gibt es hier einfach Unterstützung", freute sich Schmidt über die uneingeschränkte Hilfe von den Rängen. Fragen werden die Anhänger lediglich zur Aufstellung stellen, denn der Schachzug mit Michael Akoto als Ersatzmann für Kapitän Tim Knipping in der Abwehrzentrale ging nicht auf.

"Tim Knipping ist nicht zu ersetzen, aber wir müssen es kompensieren. Das ist schwierig, weil er der herausragende Leader war. Es hilft nichts. Wir müssen uns da einfach sozusagen sortieren und das in den Griff bekommen", hielt Schmidt nach Abpfiff fest. Bei Akoto habe er ein besseres Gefühl gehabt, als bei Sebastian Mai – der wiederum das Training zwischenzeitlich abbrechen musste und dadurch Einheiten verpasste. "Ich musste dann korrigieren, das muss man klar sagen. Im Endeffekt hat Basti Stabilität reingebracht", gestand Schmidt den Fehler ein. Gleichzeitig hielt der 52-Jährige zum Ende seiner Erfolgsserie fest: "Uns hat ganz vorne irgendwas gefehlt und ganz hinten dürfen wir uns solche Fehler in der Liga bestraft worden. Das ist eiskalt bestraft worden. Nicht kalt, sondern eiskalt."

Emotionaler Hartmann-Abschied

Ein Highlight gab es darüberhinaus schon vor  dem Anpfiff – denn Publikumsliebling und Ex-Kapitän Marco Hartmann wurde im Rudolf-Harbig-Stadion emotional verabschiedet, auch Cheftrainer Schmidt trug während der Partie ein Hartmann-Shirt. Der 33-Jährige verlässt den Klub nach acht Jahren und 146 Pflichtspielen (17 Tore/10 Vorlagen) für die SGD. Nach der Länderspielpause geht es für die SGD in Heidenheim weiter (12. September, 13:30 Uhr).