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Schneider gewinnt Endspiel: "Natürlich ist die Erleichterung groß"

© IMAGO / Zink

Es war die letzte Chance von Marc Schneider bei der SpVgg Greuther Fürth – und der 42-jährige Schweizer hat sie ergriffen. Dank eines 2:1-Sieges gegen den Spitzenreiter aus Paderborn können Trainer und Verein nun erleichtert in die Länderspielpause gehen, denn der gemeinsame Weg wird fortgesetzt. Weitere Erfolge sollen dann folgen.

"Das gemacht, was der Trainer auch gesagt hat"

Kurz vor der Pause machte Damian Michalski bereits seinen zweiten Saisontreffer für die Fürther, dann folgte nach dem Seitenwechsel der schnelle Rückschlag durch einen Gegentreffer. An diesem Punkt zeigte sich, wohin die Reise von Marc Schneider als Kleeblatt-Trainer gehen sollte – und die Mannschaft riss das Ruder noch einmal für ihren Cheftrainer herum. "Natürlich ist die Erleichterung groß", kommentierte Schneider den 2:1-Sieg, den Kapitän Branimir Hrgota in der Schlussphase der Partie ebnete. Für die Fürther war es der erste Erfolg im neunten Anlauf.

Hrgota schrieb den Sieg seinem Coach zu: "Der Trainer zeigt uns genau, was wir machen müssen und heute haben wir genau das gemacht, was der Trainer auch gesagt hat." Das unterstreicht, was Sportgeschäftsführer Rachid Azzouzi und die Fürther Verantwortlichen unter der Woche entschieden hatten – nämlich, dass die Mannschaft weiterhin hinter dem Trainer steht. Hrgota fühlte sich nach dem ersten Saisonsieg ebenfalls bestätigt: "Wir wollten unbedingt zeigen, dass wir nicht so schlecht sind, wie über uns geschrieben wird. Heute haben wir es gepackt."

Fürth stoppt Negativlauf

Damit ist klar, dass die Fürther ihren Weg mit Schneider fortsetzen werden. In der anstehenden Länderspielpause wird der Cheftrainer die Möglichkeit bekommen, um weitere Weichen für die Zukunft zu stellen. Zunächst musste der 42-Jährige aber den erlösenden Erfolg sacken lassen. "Ich bin einfach nur stolz, dass die Mannschaft das, was wir uns vorgenommen hatten, so auf den Platz gebracht hat gegen einen Topgegner der Liga", lobte Schneider das Team, das ihm den Kopf aus der Schlinge zog. "Die Mannschaft hätte sich den ersten Sieg schon früher verdient gehabt, nun bin ich froh, dass sie sich endlich belohnt hat für den großen Aufwand, den sie betreibt."

Vorerst hat die Spielvereinigung somit den Negativlauf gestoppt. Es war der erste Pflichtspielsieg seit Februar. Darüberhinaus konnte Fürth zumindest die Rote Laterne an den 1. FC Magdeburg weiterreichen, sodass die Kleeblätter nicht mehr vom Tabellenende grüßen. Dennoch steht die SpVgg noch auf einem Abstiegsplatz, wie allen Beteiligten bewusst war. "Wir wissen, dass mit diesem Sieg noch nichts gewonnen ist. Nun gilt es aber auf dem aufzubauen, was die Mannschaft heute gezeigt hat und beharrlich weiterzuarbeiten", darf sich Schneider weiterhin auf die gemeinsame Zukunft fokussieren. Im Heimspiel gegen den SV Sandhausen (1. Oktober, 13 Uhr) geht es nach der Länderspielpause weiter.