Schwerer Stand für 96-Neuling Twumasi: "Noch sehr viel aufarbeiten"
Rund 700.000 Euro soll Hannover 96 ausgegeben haben, um sich die fußballerischen Qualitäten von Patrick Twumasi zu sichern. Bislang konnte der Flügelspieler aber noch nicht glänzen. Cheftrainer Kenan Kocak fand nun deutliche Worte für den Trainingsrückstand des Angreifers.
"Fehlt die Kontinuität"
Nach einer Leihe zu Gaziantep FK hielt sich Patrick Twumasi nach Angaben der "Bild"-Zeitung überwiegend mit einem Personalcoach fit, bis er in diesem Sommer endgültig von Deportivo Alavés zu Hannover 96 wechselte. Für eine stattliche Summe im sechsstelligen Bereich, die in Zeiten der Corona-Pandemie nur mit Bedacht gezahlt wurde. Insgesamt kommt der ghanaische Flügelspieler aber erst auf wettbewerbsübergreifende 29 Einsatzminuten.
"Wir haben gesehen, dass er leider noch sehr viel aufarbeiten muss", stellt 96-Cheftrainer Kenan Kocak nun ein kritisches Zeugnis für den Neuzugang aus. Für Twumasi reicht es aktuell nicht im Kader: "Da fehlt momentan in dieser Verfassung – sowohl im Defensiv- als auch im Offensiv-Spiel – leider die Kontinuität." Im Testspiel gegen Union Berlin, das mit einer 1:4-Niederlage für die Niedersachsen endete, stand der dreifache Nationalspieler erstmals in der Startelf, doch Zufriedenheit erweckte er bei seinem Coach nicht.
Kocak dennoch überzeugt
Dabei ist Kocak von dem Potential des 26-Jährigen überzeugt: "Er lässt immer mal schön aufblitzen, wozu er in der Lage ist." Das hatte Twumasi in der Vergangenheit auch für den kasachischen Spitzenklub FC Astana auf internationalem Parkett bewiesen - in der Europa League und der Champions League bestritt Twumasi insgesamt 35 Partien inklusive der Quali-Spiele. Die ersten Wochen in Hannover bleiben für den Ghanaer kritisch: "Wir haben gesehen, dass wir mit ihm noch arbeiten müssen, damit er uns annähernd eventuell unterstützen kann." Daran wird sich auch nach der Länderspielpause wohl nicht allzu schnell etwas ändern.