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Seifert über SGD-Quarantäne: "Bringt Zeitplan nicht ins Wanken"

© imago images / Contrast

Am Samstag wurden zwei weitere positive Fälle des Coronvirus innerhalb der Mannschaft von Dynamo Dresden bekannt. Der Verein muss 14 Tage in Quarantäne – und DFL-Geschäftsführer Christian Seifert wurde im "Aktuellen Sportstudio" mit der Entwicklung konfrontiert. Der DFL-Chef blieb ruhig und kündigte Flexibilität an.

"Zeigt, dass das Konzept funktioniert"

Nach einem positiven Befund in der ersten Testreihe folgten zwei weitere Corona-Fälle im dritten Durchlauf, weswegen der gesamte Verein nun vom Gesundheitsamt für 14 Tage in Quarantäne geschickt wurde. Für DFL-Geschäftsführer Christian Seifert ist das Ergebnis eine Bestätigung für das hygieschne Konzept der Deutschen Fußball-Liga, wie er im "Aktuellen Sportstudio" erklärte: "Das zeigt, dass das Konzept funktioniert – und dieses sieht eben vor, dass ein etwaig betroffenes Team nach Entscheidung des zuständigen Amtes in Quarantäne muss."

Der DFL-Chef bekam schon vorzeitig einen Bescheid der Dresdener Geschäftsleitung, dass man der früheren Empfehlung der Sportministerkonferenz folgen wird und die 14-tägige Quarantäne einleiten wird. Für Seifert ist das der richtige Weg: "Wir haben von Anfang an gesagt, dass das etwas ist, worauf wir uns einstellen müssen. Und wenn jetzt 14 Tage Quarantäne angesetzt sind, dann müssen wir uns nächste Woche im Sinne des Spielplans damit befassen – und das werden wir."

Seifert orientiert sich an Fakten

Denn die Spielabsage der SGD wird die Wiederaufnahme des Spielbetriebs laut Seifert nicht gefährden. "Aktuell bringt das unseren Zeitplan aber nicht ins Wanken", zeigte sich der 51-Jährige selbstbewusst und betont, dass die Gesundheitsämter weiterhin "den Takt" vorgeben: "Für die 2. Liga, wo noch 81 Spiele anstehen, können jetzt eben zwei Spiele von Dynamo Dresden nicht gespielt werden. Wir ändern aber nichts an unserem Ziel, die Saison sportlich beenden zu wollen. Ich interpretiere das nicht als Rückschlag."

Was darüber hinaus passiert, wenn mehrere Vereine künftig in Quarantäne müssen, ist "zudem hypothetisch". Seifert orientiert sich an den Klarheiten: "Fakt ist nur, dass bei vielen Mannschaften gerade der dritte Test vonstatten gegangenen ist – bei anderen sogar schon der vierte. Wir schauen uns das mit Dresden nächste Woche an, alles weitere wird man sehen." Den Zeitplan soll das nicht beeinflussen. "Jeder Plan muss eine Flexibilität haben, das haben wir immer gesagt und deswegen auch mit ins Konzept integriert", verwies Seifert darauf, dass man mit Fällen wie in Dresden gerechnet habe: "Wir haben Puffer, auch darüber hinaus, weil wir davon ausgegangen sind, dass es zu Verschiebungen kommen kann."

Ein geplantes Sasisonende soll deswegen "weiterhin bis 30. Juni" erfolgen, die geplante Relegation zwischen den beiden Bundesligen dann notfalls im Juli.