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Serie gerissen: Darmstadt verliert nach einem Jahr am Böllenfalltor

© imago images / Jan Huebner

Tabellenführer Bielefeld war eine Nummer zu groß für den SV Darmstadt 98 – oder viel eher Fabian Klos. Der hünenhafte Stürmer erwischte die Lilien nach dem Seitenwechsel zwei Mal eiskalt und bescherte ihnen die erste Heimpleite der Saison. Die Betroffenen ärgerten sich.

"Waren danach kurz geknickt"

Als Tabellenführer der 2. Bundesliga hat sich Arminia Bielefeld in der Tabelle abgesetzt. Auch dank eines Sieges in Darmstadt, der so nicht hätte kommen brauchen – das findet jedenfalls Cheftrainer Dimitrios Grammozis: "Ich denke, wir haben das Spiel heute in den ersten Minuten der zweiten Halbzeit aus der Hand gegeben." Bis zum Seitenwechsel hielten die Lilien ein torloses Remis, danach schlug DSC-Torjäger Fabian Klos zu. Bis dahin konnte Grammozis seinem Team keinen Vorwurf machen: "Wir haben gut verteidigt, wenig Räume gelassen, hatten schöne Ballgewinne und haben daraus auch gute Umschaltszenen kreiert."

Einzig die Präzision habe seinem Team bei den Chancen gefehlt. "Trotzdem gehen wir mit einem guten Ergebnis in die Pause. Wir wollten so weiter machen und kassieren dann durch zwei überragende Aktionen zwei Tore", sah der Deutsch-Grieche dann einen Spielverlauf binnen zwei Minuten, die so nicht zu erwarten waren. Wenig verwunderlich war danach, dass das auf die Moral der Darmstädter schlug. "Die Mannschaft war danach kurz geknickt, doch mit den beiden Einwechselungen haben wir wieder besser in die Partie gefunden", konnte Grammozis die richtigen Kniffe ziehen, um seine Mannschaft wieder auf den Weg zu bringen. Mehr, als ein Anschlusstreffer durch Kempe, erreichten die Lilien aber nicht.

Darmstädter Heimserie gerissen

Und das ärgerte die Darmstädter. "Es war definitiv mehr drin. Wir hatten Bielefeld lange im Griff, wir haben sie zu vielen Fehlern gezwungen", begeisterte sich SVD-Innenverteidiger Immanuel Höhn für den Auftritt seines Teams. Mit der entsprechenden Reaktion nach der 1:3-Niederlage: "Es ist natürlich bitter, dass du so ein Spiel dann verlierst und es zeigt auch die Qualität des Gegners, der die Chancen eben eiskalt nutzt." Besonders die Art und Weise der Gegentreffer ärgerte Höhn, welcher der vergebenen Möglichkeit hinterhertrauerte, sich im Abstiegskampf abzusetzen: "Es ist schade, dass wir nicht mehr geholt haben."

Auch Torhüter Marcel Schuhen, der in der Nachspielzeit ein drittes Mal hinter sich greifen musste, war nach Abpfiff bedient: "Die Reaktion nach dem 0:2 ist die Entscheidende, wie wir da weiter nach vorn gespielt und den Tabellenführer hinten reingedrückt haben durch unsere präsente Art des Spiels." So kam es zu der ersten Heimniederlage der Saison, übergreifend waren die Lilien am Böllenfalltor seit dem 24. November 2018 ungeschlagen. "Das ist unsere Festung und wir werden noch sehr viele Punkte hier holen", versprah Höhn für die künftigen Einsätze. Zuerst geht es für die Darmstädter aber zum SV Wehen Wiesbaden – dann folgen zwei Heimspiele gegen den Hamburger SV und den VfB Stuttgart aufeinander.