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Sieben Niederlagen aus acht Spielen: Dynamo trennt sich von Fiel

© imago images / Hentschel

Zwei Tage nach der 1:2-Niederlage gegen Holstein Kiel hat Dynamo Dresden am Montag Konsequenzen gezogen und sich mit sofortiger Wirkung von Trainer Christian Fiel getrennt. Wer künftig an der Seitenlinie stehen wird, ist noch offen.

"Mannschaft braucht neuen Impuls"

Sieben Niederlagen aus den letzten acht Spielen: Es ist eine desaströse Bilanz, auf die Dynamo Dresden derzeit zurückblickt. Einzig im Duell gegen Wehen Wiesbaden fuhren die Sachsen Anfang November alle drei Punkte ein, ansonsten gab es für Dynamo nichts zu holen. Auch im Heimspiel gegen Holstein Kiel ging Dresden am Samstag nach einer schwachen Leistung leer aus – und findet sich nach 15 Spieltagen mit lediglich zwölf Punkten und den meisten Niederlagen aller Zweitligisten (9) auf dem letzten Tabellenplatz wieder.

Dass Fiel die SGD vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahren kann, davon waren die Verantwortlichen nicht mehr überzeugt – und stellten den 39-Jährigen am Montag einvernehmlich frei. "Diese Entscheidung ist uns sehr schwergefallen", so Sport-Geschäftsführer Ralf Minge. Letztlich sei man aber zu dem "gemeinsamen Entschluss" gekommen, "dass die Mannschaft dringend einen neuen Impuls braucht, um den Klassenerhalt noch zu erreichen." Minge dankt Fiel "von ganzem Herzen", wünscht ihm für die Zukunft "alles Gute" und betont: "Er wird bei uns immer willkommen sein."

Nur 1,11 Punkte pro Partie

Fiel hatte das Traineramt bei Dynamo Dresden erst im vergangenen Februar von Maik Walpurgis übernommen und die Sachsen in der letzten Saison zum Klassenerhalt geführt. In der laufenden Serie steckte die SGD jedoch von Anfang an unten drin und war bereits nach dem 2. Spieltag nach zwei Pleiten zum Auftakt erstmals Letzter. Anschließend ging es nach neun Punkten aus fünf Spielen zwar bergauf, doch danach kam nur noch der Sieg gegen Wiesbaden dazu. Insgesamt holte Dresden unter der Regie des Dresdner Ex-Profis (2010-2015) aus 28 Spielen lediglich acht Siege und sieben Unentschieden, was einen Punkteschnitt von 1,11 bedeutet.

"Ich wünsche der Mannschaft, den Fans und dem gesamten Verein von Herzen, dass der Klassenhalt in dieser Saison erreicht wird", sagt Fiel zum Abschied. "Ich bin als Spieler und Trainer fast zehn Jahre in diesem besonderen Verein und hatte eine wundervolle Zeit, die mir sehr viel bedeutet. Ich bin vielen Menschen unheimlich dankbar, die mich in all der Zeit unterstützt und mir viel Zuneigung entgegengebracht haben. Danke, Dynamo!"

Nachfolger noch offen

Wer Fiel auf der Trainerbank ersetzen wird, ist noch offen. Bis zur Neubesetzung der Cheftrainer-Position soll ein Interimstrainer die Verantwortung tragen, teilte der Verein mit. Dazu soll "rechtzeitig" eine Lösung präsentiert werden. Die nächste Trainingseinheit ist am Dienstag um 14 Uhr angesetzt.

"Unsere Mannschaft steht mehr denn je in der Verantwortung, die sportliche Trendwende zu erreichen", betont Minge und blickt voraus: "Wir haben im Jahr 2019 noch drei Endspiele, in denen wir alles investieren müssen, um Punkte zu holen. Alles muss jetzt dem nächsten Erfolgserlebnis untergeordnet werden." Die Suche nach einem Nachfolger soll "so schnell wie möglich" vorangetrieben werden, macht Minge klar.