Siebter Sieg! Bremer Sternstunde hält an - Rehhagel-Rekord winkt
Sieben auf einen Streich! Der SV Werder Bremen bleibt seit dem Trainerwechsel weiterhin ohne Punktverlust und setzt sich erstmals - vorübergehend - an die Tabellenspitze. Ein Rekord steht Ole Werner und den Grün-Weißen dabei in Aussicht. Und innerhalb des Teams hält die Abwehr fest, wie wichtig das Sturmduo für den Erfolg ist - und umgekehrt.
Rehhagel schaffte acht Auftakt-Siege
"Wir haben - glaube ich - 20 Bälle in den Fünfer bekommen und die Rostocker haben auch kopfballstarke Spieler, aber wir haben da alles wegverteidigt", lobte Niclas Füllkrug nach dem 2:1-Sieg gegen die Hansa-Kogge den Auftritt der Bremer Hintermannschaft. Vorne sorgten 'Lücke' und Marvin Ducksch fast schon obligatorisch wieder für Treffer, sodass Werder unter Ole Werner mittlerweile den siebten Sieg in Folge einfuhr. Ein weiterer Erfolg noch, dann zieht der 33-Jährige mit Trainerlegende Otto Rehhagel gleich - der startete 1981 mit einem 4:2-Erfolg in Solingen eine Serie von acht aufeinanderfolgenden Siegen, die den SV Werder letztlich in die Bundesliga brachte.
Obwohl sich die Grün-Weißen jetzt am 22. Spieltag an die Tabellenspitze schoben, bremste Füllkrug die Erwartungen. "Wir sollten aber nicht zu euphorisch sein, weil es viel gibt, was wir besser machen können, wo wir das Spiel klarer hätten gestalten und früher für uns entscheiden können", verdeutlichte der Stürmer, dass die Mannschaft noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen sei. Auch der Tabellenplatz spielt dabei keine Rolle: "Es ist wichtig, wie viele Punkte du holst und nicht auf welchem Tabellenplatz du stehst. Das zählt erst ganz am Ende."
"Woche für Woche überragend"
Zur Wahrheit des Spiels gehört auch dazu, dass sich Bremen gerade auf die Effizienz des Sturm-Duos verlassen konnte. Bis zum Ende hielt Rostock die Partie offen. "Unterm Strich haben wir nicht unverdient gewonnen, auch wenn es am Ende bei nur einem Tor Unterschied natürlich knapp war", fand Ole Werner. "Zusammenfassend kann man sagen, wir haben das am Ende gut verteidigt." Seinen Beitrag dazu leistete auch Christian Groß, der im defensiven Mittelfeld erneut die Fäden bei den Grün-Weißen zog. Der 33-Jährige betonte die Schwere der Aufgabe: "Es ist nicht so, dass wir jeden Gegner jetzt leicht besiegen. Gegen Rostock muss man erstmal bestehen."
Gerade nach dem Anschlusstreffer habe Werder gegen aufopferungsvolle Rostocker fighten müssen. "Natürlich ist es schwer gegen Spieler wie John Verhoek, vor allem wenn es dann 2:1 steht und man weiß, dass die lange Bälle spielen und dann mit alle Mann hinterher laufen", erklärte Groß. Und zu guter Letzt schob der Defensiv-Allrounder das Lob zurück zur Offensivabteilung der Bremer. "Es ist Woche für Woche überragend, wie die beiden Jungs vorne die Tore machen und die Spiele auf unsere Seite schieben", so Groß. Klar scheint, dass in der Bremer Mannschaft der Teamgeist stimmt. Möglicherweise bald mit einem Rekord untermauert.