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Sieg in Männels Rekordspiel: FCE erneut als Favoritenschreck

© IMAGO / Fotostand

Das glücklichere Ende war einmal mehr auf Seiten des FC Erzgebirge Aue. Schon vor zwei Wochen konnte sich die Mannschaft von Dirk Schuster im Heimspiel gegen den Hamburger SV eindrucksvoll zurückkämpfen, nun schockte der FCE mit dem VfL Bochum den nächsten Favoriten im Erzgebirge. Als Belohnung gab es freie Tage für das Team.

"Wir hatten unsere Probleme"

Es war ein Spiel wie aus einem Bilderbuch für FCE-Keeper Martin Männel, der am Freitagabend zu seinem 419. Pflichtspiel für Aue auflief. Den Kasten hielt der 32-Jährige anschließend sauber, vorne genügte das Tor von Gaetan Bussmann. Am Ende des Tages jubelte Cheftrainer Dirk Schuster über einen 1:0-Sieg – und bewies sich gegen den VfL Bochum einmal mehr als Favoritenschreck. "Ich denke, dass es ein glücklicher Sieg war", zeigte sich Schuster als fairer Sportsmann und analysierte in der Pressekonferenz nach der Partie, dass Bochum nicht umsonst der Favorit war: "Das Spiel war auf hohem, intensiven Niveau von der kämpferischen Komponente her. Es hat für Bochum besser angefangen, wir hatten da unsere Probleme."

Die Gäste verpassten den frühen Treffer jedoch, sodass Aue Zeit bekam, sich besser in die Partie zu spielen, indem "wir versucht haben, das Vorgegebene taktisch besser umzusetzen". Beispielsweise nahm der FCE den Linksverteidiger von Bochum, Danilo Soares, weitgehend aus dem Spiel. Innerhalb der Liga bezeichnete er den Abwehrspieler des Gegners als einen der besten in der Liga auf seiner Position. Trotzdem sah auch Soares keinen Stich gegen Aue, was auch Schuster freute: "Das hat sich in der ersten Halbzeit ein bisschen ausgezahlt." Denn nach 29 Spielminuten nickte Bussmann ein – der eigene Linksverteidiger.

Schusters Schachzüge und Belohnung

Daraufhin entwickelte sich eine offene Partie. "Das 2:0 lag irgendwo im Bereich der Möglichkeiten, aber die hatten auch die Bochumer", sah Schuster ein Spiel auf Augenhöhe, in dem jedes Ergebnis möglich gewesen wäre. Am Ende sprang der knappe 1:0-Sieg für die Auer heraus, die das Ergebnis über die Zeit brachten. Eine frühere Entscheidung misslang, weil der FCE alle Spieler hinter dem Ball brauchte: "Unsere Offensivspieler mussten heute sehr viele Wege mit nach hinten gehen, um das gefährliche Spiel der Bochumer aus dem Rennen zu nehmen und das haben sie gut gemacht."

Danach standen Cheftrainer und Mannschaft auffällig lange im Mittelkreis. Geht noch etwas für den FCE in der Tabelle? Mit 32 Punkten nach 22 Spielen zählen die Auer zu den ausgeglichensten Teams in der Liga. Nicht mehr, nicht weniger. Angesprochen auf die Situation offenbarte Schuster sein Geheimnis: "Ich habe gesagt, dass ich stolz auf die Leistung bin, das haben sie sich verdient. Dafür bekommen sie zweieinhalb Tage frei." Das hören die Akteure vermutlich nicht ungerne.