Sportdirektor statt Coach: Dotchev will Trainerlaufbahn beenden

Pavel Dotchev macht Schluss! Der langjährige Fußballlehrer wird in den letzten zehn Spielen der Saison noch versuchen, den FC Erzgebirge Aue vor dem Absturz in die 3. Liga zu bewahren. Danach will er nicht mehr auf die Trainerbank zurückkehren, wie der 56-Jährige gegenüber "tag24" bekannt gab. In Zukunft bleibt er Sportdirektor beim FCE.

Zehrende Jahre in Rostock, Köln und Duisburg

Am 1. März 2003 feierte Pavel Dotchev sein Debüt als Cheftrainer, damals feierte der SC Paderborn unter der Leitung des Deutsch-Bulgaren einen 5:0-Sieg in der Regionalliga gegen Borussia Dortmund II. Fast auf den Tag genau 19 Jahre später gab der 56-Jährige bekannt, dass er nach Ende der laufenden Saison nicht mehr auf den Trainerstuhl zurückkehren will. "Ich habe sehr intensive drei, vier Jahre hinter mir, in denen ich mit meinen Mannschaften immer gegen den Abstieg gekämpft habe. Das zehrt", erklärte Dotchev gegenüber "tag24".

In dieser Zeit war er bei Hansa Rostock, Viktoria Köln und dem MSV Duisburg aktiv. Überwiegend ging es gegen den Abstieg. Bessere Zeiten erlebte er vor allem in Paderborn, aber auch in Aue. Beim letzten Drittliga-Absturz (Saison 2014/15) übernahm Dotchev die Verantwortung und baute praktisch aus dem Nichts den direkten Wiederaufstieg auf. "Ich würde mir diese Aufgabe nochmals zutrauen. Aber ich möchte Abstand nehmen und ab Sommer nicht nochmal auf der Trainerbank sitzen", will es der 56-Jährige dieses Mal aus einer anderen Perspektive angehen.

Elf Spieler unter Vertrag

Die Zukunft sieht er als Sportdirektor - und das beinhaltet schon jetzt die Planung für die 3. Liga. "Ich hätte mir eine andere Situation gewünscht, aber wir müssen die 3. Liga planen, um einen Grundstein für die Aufgabe danach zu legen", so Dotchev. "Wir werden offen und ehrlich sagen, wie die Lage ist, mit wem wir planen und wem nicht." Laut Bericht stünde ihm bereits ein Fundament von elf Spielern zur Verfügung, die im Abstiegsfall weiter an den Klub gebunden sind. Auf Geheimnisse steht der 56-Jährige auch in seiner zukünftigen Kommunikation nicht: "Ich möchte nicht, dass hinterher ein Spieler zu mir kommt und sagt, wieso hast du mir das nicht eher gesagt."

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